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Plan von Boris Johnson : Big Ben soll den britischen EU-Austritt einläuten

  • Aktualisiert am

Teurer Glockenschlag: Big Ben wird derzeit restauriert. Bild: Reuters

Britische Konservative wollen, dass das nationale Symbol Big Ben im Moment des Brexits läutet. Dem Unterhaus ist das zu teuer. Premierminister Boris Johnson will nicht aufgeben.

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          Großbritanniens Premierminister Boris Johnson glaubt noch immer daran, dass Big Ben im Moment des Brexits läuten kann. In seinem ersten Interview nach dem Wahlsieg im Dezember sagte Johnson der BBC am Dienstag, dass er „einen Plan“ erarbeiten lasse, wie man das finanzieren könne. Johnson sagte, die Kosten dafür seien hoch und würden sich auf 500.000 Pfund belaufen. Das sind umgerechnet etwa 584.000 Euro. Das nationale Symbol Big Ben wird derzeit aufwändig restauriert. Das zusätzliche Geld würde unter anderen für einen provisorischen Boden und Sicherheitsmaßnahmen benötigt werden.

          Einige konservative Abgeordnete hatten schon seit einiger Zeit darauf gedrängt, dass die 13,5 Tonnen schwere Glocke am 31. Januar um 23 Uhr britischer Zeit den britischen Austritt aus der Europäischen Union einläuten soll. Im Gespräch ist nun eine Spendenkampagne. Ob Johnsons Plan aufgeht, ist fraglich. Am Montag erst hatte das britische Unterhaus den Wunsch einiger Konservativer verworfen. Die Kosten seien nicht zu rechtfertigen. Die „Times“ beruft sich auf einen nicht namentlich genannten Abgeordneten, dass sich niemand dafür ausgesprochen habe. Das Geld, so befanden viele, könne besser für andere Dinge ausgegeben werden.

          Der konservative Abgeordnete Mark Francois zeigte sich über die Entscheidung im Unterhaus enttäuscht. Big Ben sei schließlich auch an Silvester erklungen. Er habe schon angeboten, selbst den Turm hochzusteigen und die Glocke zu läuten, um Kosten zu sparen.

          Die Restaurierung Big Bens soll voraussichtlich 2021 abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 61 Millionen Pfund, das entspricht aktuell etwa 71 Millionen Euro.

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