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Feuer in Brasilien : Bolsonaro schickt Armee zur Bekämpfung von Waldbränden

  • Aktualisiert am

Rauch steigt aus einem Wald in der Nähe von Porto Velho in Brasilien auf. Bild: dpa

Die Soldaten sollen die Flammen bekämpfen und Umweltsünder fassen. Zwischenzeitlich hat auch Amerikas Präsident seine Hilfe angeboten. Die Waldbrände sollen auch beim G-7-Gipfel in Frankreich Thema sein.

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          Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro kündigt einen Militäreinsatz zur Bekämpfung der Waldbrände im Amazonasbecken an. Er werde Soldaten mit der angemessenen Ausrüstung einsetzen, um die Brände im Regenwald zu löschen, sagte Bolsonaro am Freitag im Fernsehen. Der Regierung sei die Situation sehr bewusst, und sie werde genauso gegen „Umwelt-Kriminalität“ vorgehen, wie sie gegen normale Kriminalität vorgehe. Das ungewöhnlich trockene Wetter sei der Grund, warum es in diesem Jahr zu so vielen Bränden komme, sagte er weiter. Das Verbreiten von „Falschinformationen“ zur Lage im Norden Brasiliens trage jedoch nicht dazu bei, die Situation zu verbessern.

          Amerikas Präsident Donald Trump erklärte auf Twitter, er habe mit Bolsonaro gesprochen und seine Hilfe angeboten. „Unsere künftigen Handelsbeziehungen sind sehr aufregend und unsere Beziehung ist stark, stärker als je zuvor“, schrieb Trump. „Ich habe ihm gesagt, wenn die Vereinigten Staaten bei den Bränden helfen können, sind wir dazu bereit.“

          Die Feuer im Amazonas-Gebiet haben in diesem Jahr nach brasilianischen Regierungsangaben um 83 Prozent zugenommen. Satellitenaufnahmen zeigen eine Vielzahl von Bränden auch in abgelegenen Gebieten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte vor Beginn des G-7-Gipfels, es handle sich um „Ökomord“. „Der Amazonas brennt, und das ist ein Thema, das die ganze Welt angeht, weil er eine Quelle der Biodiversität ist“, sagte er. Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen die Brände auf die Tagesordnung des G-7-Gipfels am Wochenende in Biarritz setzen.

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