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Klimaschutz in Brasilien : Feilschen um den Regenwald

Blick auf den Amazonasregenwald in Brasilien am 24. August 2019 Bild: AFP

Brasiliens Regierung fordert eine Milliarde Dollar aus dem Ausland für den Schutz des Regenwaldes am Amazonas. Doch die angestrebten Ziele sind umstritten – Kritiker halten sie für nicht ambitioniert genug.

          3 Min.

          Nun liegt der Preis für den brasilianischen Amazonasregenwald auf dem Tisch: Wenn ihm das Ausland eine Milliarde Dollar zur Verfügung stelle, sagte Brasiliens Umweltminister Ricardo Salles kürzlich in einem Interview, dann werde er die Abholzung in einem Jahr um 40 Prozent reduzieren. Ein Drittel des Geldes werde verwendet, um die direkte Bekämpfung der Abholzung zu finanzieren, der Rest für wirtschaftliche Entwicklung, um Alternativen für die Bevölkerung zu schaffen. Mit einer solchen oder ähnlichen Forderung wird Brasilien in dieser Woche am Klimagipfel teilnehmen, zu dem der amerikanische Präsident Joe Biden 40 Staatschefs eingeladen hat. Der Gipfel gilt für die amerikanische Regierung als „Meilenstein“ auf dem Weg zur Klimakonferenz im November.

          Tjerk Brühwiller
          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Brasilien nimmt eine wichtige Rolle ein, da es mit dem Amazonasregenwald eine der wichtigsten Kohlenstoff-Senken besitzt. Einst eine der treibenden Kräfte in der weltweiten Klimadebatte, ist das Land jedoch zum „Bösewicht“ geworden. Unter Präsident Jair Bolsonaro haben der illegale Bergbau, die Abholzung und der Landraub zugenommen. Gleichzeitig wurden die Umwelt- und Kontrollorgane geschwächt.

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