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„Fehler nicht wiederholen“ : Ukrainischer Botschafter fordert mehr Unterstützung von Deutschland

  • Aktualisiert am

Ukrainische Soldaten sind vergangenen Freitag in der Nähe der Stadt Luhansk zu sehen. Bild: Efrem Lukatsky/AP

Russlands Führung müsse boykottiert werden – für den Botschafter der Ukraine positioniert Berlin sich angesichts der zunehmenden Spannungen in seinem Land nicht eindeutig genug.

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          Im Konflikt mit Russland fordert die Ukraine von der Bundesregierung mehr Unterstützung. „Einerseits erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie eine klipp und klare öffentliche Warnung an Präsident Putin ausspricht und alle schmerzhaften Konsequenzen einer neuen militärischen Invasion anschaulich schildert“, sagte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, der „Welt am Sonntag“ vor dem Videotreffen der EU-Außenminister am Montag.

          Dazu gehörten robuste Strafmaßnahmen, etwa eine internationale Boykottierung und Ächtung der russischen Staatsführung samt Strafverfolgung vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen. Der ukrainische Botschafter forderte laut dem Bericht zudem ein totales Wirtschaftsembargo vor allem für Rohstoffimporte sowie einen kompletten Investitionsstopp.

          „Fehler nicht wiederholen“

          Russland habe sich bisher sieben Prozent des ukrainischen Staatsgebiets einverleibt. Man dürfe den strategischen Fehler von 2014 nicht wiederholen und tatenlos zusehen, wie Russland unbestraft neue Eroberungen vornehme.

          Russland hatte 2014 die Halbinsel Krim annektiert. Die Spannungen im Konflikt zwischen der Regierung in Kiew und von Russland unterstützten Separatisten im Osten der Ukraine haben zuletzt zugenommen. Russland hat nach ukrainischen Angaben an der Grenze mehr als 40.000 Soldaten zusammengezogen.

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