Warum hatten Sie Geld, Gold und eine Pistole am Bett, Herr Ministerpräsident?
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Kompromat? Szene aus dem Video, das Bulgarien bewegt. Bild: Youtube/Screenshot F.A.S.
Das Privatleben des bulgarischen Ministerpräsidenten ist zu einem Politikum geworden. Der Grund: Bilder aus seinem Schlafzimmer. In seinem ersten Interview dazu erklärt er, wie diese Fotos entstanden sein sollen.
Herr Ministerpräsident, ein Interview mit einem Regierungschef sollte sich nicht mit dessen Schlafzimmer befassen, denn das geht die Öffentlichkeit nichts an. Doch durch illegal angefertigte Fotos und Videos aus Ihrem Zuhause ist Ihr Privatleben zu einem Politikum auch in ausländischen Medien geworden. Sie sagen, diese Bilder haben einen politischen Hintergrund. Wären Sie bereit, diesen zu erläutern?
Ich habe viele Erklärungen dafür, und die reichen zum Teil zwanzig Jahre zurück. Wir haben hier in den letzten zehn Jahren viele Reformen durchgesetzt, die für die Region einmalig sind. Dazu gehört die Reform des Bankensystems. Es ist inzwischen so solide, dass Bulgarien in den Wechselkursmechanismus II aufgenommen wurde, der auch als Vorraum der Eurozone bezeichnet wird, und gleichzeitig in die Bankenunion, die gemeinsame EU-Bankenaufsicht. Erst vor einigen Monaten haben viele Oligarchen in Bulgarien begriffen, was ich ihnen damit angetan habe. Unsere nationale Bankenaufsicht haben sie in der Vergangenheit überwinden können, aber auf europäischer Ebene ist ihnen das unmöglich. Unser Bankensystem ist inzwischen so gefestigt, dass kriminelle Machenschaften und Zusammenbrüche von Banken, wie wir sie erlebt haben nach der Wende und als die Sozialisten in Bulgarien an der Macht waren, unmöglich sind. Die Zeit, als in bulgarischen Banken Geldwäsche betrieben werden konnte, ist vorbei. Unser Bankensystem unterliegt vollkommen der Kontrolle der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Bankenaufsicht.
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