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Johnson kündigt Rücktritt an : Verfolgt und erledigt von der „Herde“

Hier bleibt er nicht mehr lange: Boris Johnson am Donnerstag vor seinem Amtssitz in der Downing Street Bild: Reuters

Auf seinen letzten Metern hat Boris Johnson es vermieden, einen britischen Donald Trump zu geben. Nun bringen sich mögliche Nachfolger in Stellung – gegenüber Johnson wirken sie alle grundsolide.

          8 Min.

          Als Boris Johnson vor die schwarze Tür mit der Nummer 10 trat, um seinen Rücktritt anzukündigen, erwarteten manche ein Wort persönlicher Reflexion, vielleicht ein Eingeständnis, das ihm und anderen erklären konnte, warum er nur zweieinhalb Jahre nach einem fulminanten Wahlerfolg politisch am Ende war. Doch es waren die anderen, die ihr Fett abbekamen. „Wenn sich die Herde in Bewegung setzt, setzt sie sich in Be­wegung“, sagte er bitter, so als irrten alle außer ihm, die Parteifreunde, die Journalisten, selbst seine Kabinettskollegen.

          Jochen Buchsteiner
          Politischer Korrespondent in London.

          Er habe versucht, seine Fraktion zu überzeugen, dass ein Wechsel an der Spitze „exzentrisch“ sei, habe sich damit aber nicht durchsetzen können. Kein politischer Anführer sei unersetzbar, sagte Johnson, und äußerte sich sarkastisch über „unser brillantes und darwinistisches System“, das nun einen anderen Führer produzieren werde, „der mit gleicher Entschlossenheit das Land in harten Zeiten voranbringen wird“.

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