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Lockerungen in Großbritannien : Boris Johnson will am 12. April erstes Bier im Biergarten trinken

  • Aktualisiert am

Will am 12. April in den Pub gehen: der britische Premierminister Boris Johnson am Montag in London bei der Ankündigung von Corona-Lockerungen Bild: AFP

Von kommender Woche an dürfen in England Pubs ihre Biergärten und Restaurants ihre Außenbereiche wieder öffnen. Umstritten sind die von der Regierung geplanten Corona-Status-Ausweise.

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          Der britische Premierminister Boris Johnson hat die für England geplanten Corona-Lockerungen ab dem 12. April offiziell bestätigt. „Am Montag, den 12., werde ich selbst zu einem Pub gehen und vorsichtig, aber unwiderruflich, ein Bier an meine Lippen führen“, sagte Johnson am Ostermontag in London. Von kommender Woche an dürfen in England Pubs ihre Biergärten und Restaurants ihre Außenbereiche wieder öffnen – das gleiche gilt auch für Zoos, Fitnessstudios, Friseure und nicht-essenzielle Geschäfte.

          Die anderen britischen Landesteile legen ihre eigenen Corona-Regeln fest. Die Infektionslage in Großbritannien hat sich in den vergangenen Wochen deutlich entspannt – die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 44 Fällen pro 100.000 Einwohner.

          Kritik an geplanten Corona-Status-Ausweisen

          Mit speziellen Corona-Status-Ausweisen will die britische Regierung den Weg zurück in die Normalität ebnen und Großveranstaltungen mit Zuschauern trotz der Pandemie wieder ermöglichen. Die Status-Ausweise sollen anzeigen, ob ihre Inhaber gegen das Coronavirus geimpft wurden, kürzlich eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben oder einen Negativ-Test vorweisen können. Geplant ist der Ausweis im digitalen und im analogen Format. Wie das in der Praxis funktionieren könne, werde die Regierung demnächst in ausgewählten Bereichen erproben, hieß es am Montag.

          An dem Vorhaben gibt es massive Kritik. Die oppositionelle Labour-Partei, aber auch Abgeordnete von Johnsons konservativer Partei halten solche „Impf-Ausweise“ für diskriminierend.

          Johnsons Regierung wiederum argumentiert, dass die Ausweise die Möglichkeit schüfen, Hochrisiko-Bereiche wie Veranstaltungen für mehr Teilnehmer zu öffnen. Das Ausweis-System soll demnach dort zum Einsatz kommen, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, etwa in Diskotheken, bei Festivals oder Sportereignissen. Nicht genutzt werden sollten die Ausweise dagegen im öffentlichen Verkehr oder der Gastronomie.

          31 Millionen Menschen haben erste Impfung bekommen

          Begrüßt wurde das Vorhaben von Fußballvereinen. Der Club Manchester City schrieb auf seiner Webseite, er freue sich, dass das Carabao-Cup-Finale am 25. April im Wembley-Stadion vor 8000 Fans ausgetragen werden dürfe.

          Mit seiner Corona-Impfkampagne liegt Großbritannien europaweit vorn. 31 Millionen Menschen in dem Land haben bereits ihre erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten, mehr als fünf Millionen Menschen sind vollständig immunisiert.

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