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Diyarbakir : Mindestens acht Tote bei Anschlag in Kurdenmetropole

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Nur wenige Stunden nach der Festnahme prokurdischer Oppositionspolitiker ist im Südosten der Türkei eine Autobombe explodiert. Ministerpräsident Binali Yildirim macht die PKK verantwortlich.

          Bei dem Autobomben-Anschlag in der Kurdenmetropole Diyarbakir sind nach Regierungsangaben mindestens acht Menschen getötet worden. Mutmaßlich handele es sich um einen Selbstmordanschlag, unter den Toten sei ein „Terrorist“ der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Freitag vor Journalisten in Istanbul.

          Mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, sieben von ihnen würden noch behandelt. Die Bombe war am Freitag in der Nähe des Polizei-Hauptquartiers der Provinz detoniert.

          Die Detonation ereignete sich wenige Stunden nach der Festnahme der Chefs der prokurdischen Oppositionspartei HDP bei einer Serie nächtlicher Razzien, mit denen die türkischen Behörden ihr Vorgehen gegen Kritiker von Präsident Recep Tayyip Erdogan massiv ausweiteten.

          Zahlreiche Krankenwagen waren im Einsatz, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Der mehrheitlich kurdische Südosten der Türkei kommt seit dem Ende eines Waffenstillstands zwischen der PKK und der Armee im Juli 2015 nicht mehr zur Ruhe. Seither wurden mehr als 600 Mitglieder der Sicherheitskräfte und mehr als 7000 PKK-Kämpfer getötet.

          Anfang des Monats hatten die Behörden einem regierungsnahen Beamten die Leitung der Kurdenmetropole übertragenden, nachdem die beiden Bürgermeister wegen angeblicher „terroristischer“ Aktivitäten in festgenommen worden waren. Die Festnahmen lösten gewaltsame Proteste aus.

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