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Bombardierung von Dresden : „Es ist ein moralischer Makel“

Dresden am 14. Februar 1945 Bild: Imago

Für den britischen Sachbuchautor Sinclair McKay war der Luftangriff auf Dresden übertrieben. Die von der AfD genannten Opferzahlen hält er für falsch.

          4 Min.

          Mr. McKay, in Ihrem neuen Buch führen Sie die Leser nach Dresden im Februar 1945, und es wirkt, als wäre man Teil der Stadt. Wie haben Sie das recherchiert?

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Ich habe alles gelesen, was ich konnte, darunter viel Militärgeschichte. Von größtem Nutzen war das großartige Dresdner Stadtarchiv, wo Hunderte Augenzeugenberichte nachzulesen und auch zu hören sind. Ich wollte das Thema aus jedem denkbaren Blickwinkel ausleuchten und so eine Art Mosaik entstehen lassen. In der Fachliteratur werden Sie mit Statistiken bombardiert, wenn man das so sagen will – aber was steckt hinter den Tonnen abgeworfenen Sprengstoffs, wie begreift man die Zahl von 25.000 Toten in einer Nacht? Ich wollte herausfinden, wie es war, in der Stadt zu sein, auch in den Jahren davor und danach.

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