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Sicherheitsberater John Bolton : „Iran hat keinen Jagdschein für den Nahen Osten“

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton am Sonntag in Jerusalem Bild: Reuters

Der amerikanische Nationale Sicherheitsberater John Bolten schickt eine deutliche Warnung an Iran. Das amerikanische Militär sei das beste der Welt und jederzeit einsatzbereit, sagt er in Jerusalem.

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          Der Nationale Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, John Bolton, hat am Sonntag eine klare Warnung in Richtung Teheran ausgesprochen. „Unser Militär ist wieder aufgebaut, neu und jederzeit einsatzbereit, bei weitem das beste der Welt“, sagte Bolton bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Präsident Donald Trump habe einen geplanten Angriff auf Iran nur „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ gestoppt, sagte Bolton.

          Die Vereinigten Staaten werden laut Bolton weitere scharfe Sanktionen gegen Iran verhängen. „Iran darf nie Atomwaffen haben“, sagte Bolton. Die Führung in Teheran dementiert Vorwürfe, sie strebe nach dem Bau einer Atombombe. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat Iran die Auflagen des Wiener Atomabkommens bislang nicht verletzt. Das Abkommen soll den Bau einer iranischen Atombombe verhindern.

          Bolton warf Iran auch eine Destabilisierung der gesamten Nahost-Region vor. „Weder der Iran noch andere feindliche Akteure sollten die Vorsicht der Vereinigten Staaten als Schwäche missverstehen“, sagte Bolton. „Niemand hat ihnen einen Jagdschein für den Nahen Osten ausgestellt.“

          Netanjahu sagte, iranische Aggressionen in der Region seien direkt nach Unterzeichnung des internationalen Atomabkommens 2015 sprunghaft angestiegen. Mit der Aufhebung der Sanktionen kam es nach Darstellung von Netanjahu zu einer „Explosion von Terror und Aggression“ Teherans. „Wer argumentiert, dass die iranischen Aggressionen nach den jüngsten Aktionen begannen, lebt meiner Ansicht nach nicht auf demselben Planeten.“ In den Kriegen in Syrien und im Jemen unterstützt Iran andere Konfliktparteien als die Vereinigten Staaten.

          Bolton ist nach Israel gereist, um bei einem Gipfel in Jerusalem mit Sicherheitsberatern Russlands und Israels über die Lage in der Region zu beraten. Netanjahu sprach von einem „beispiellosen, historischen Treffen“. Nach Medienberichten soll es dabei um die Lage in Syrien, aber auch die jüngsten Spannungen mit Iran gehen. Russland und Iran unterstützen in Syrien den Machthaber Baschar al Assad, Amerika steht auf der Seite der Opposition.

          Die „New York Times“ berichtete, Bolton werde bei seinem Besuch auch israelische Fachleute treffen, die in der Vergangenheit mehrmals Angriffe auf die iranischen Atomanlagen simuliert hätten. Israel habe vor einem Jahrzehnt gemeinsam mit den Vereinigten Staaten eine Cyberattacke auf iranische Atomeinrichtungen unternommen.

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