https://www.faz.net/-gpf-9t3xl

Neuer Bewerber bei Demokraten : Milliardär Bloomberg will wohl gegen Trump antreten

  • Aktualisiert am

Der Milliardär und Ex-Bürgermeister von New York Michael Bloomberg Bild: AP

Im März noch schloss der Medienunternehmer und ehemalige Bürgermeister von New York eine Präsidentschaftskandidatur aus – nun erwägt er offenbar doch den Einstieg ins Rennen bei den Demokraten, wie mehrere Medien berichten. Deren bisherige Kandidaten hält er für zu links oder zu schwach.

          1 Min.

          Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg bereitet sich laut amerikanischen Medienberichten auf einen Einstieg in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den amerikanischen Demokraten vor. Mehrere Medien, darunter die Zeitung „New York Times“, berichteten am Donnerstag, der 77-Jährige werde in dieser Woche voraussichtlich in mindestens einem amerikanischen Bundesstaat die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen.

          Im März hatte der Milliardär, der von 2001 bis 2013 Bürgermeister von New York war, eine Kandidatur bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2020 noch ausgeschlossen. Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, sich nun doch um den Einzug ins Weiße Haus zu bewerben, hieß es unter Berufung auf einen Berater. Die endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.

          Den Berichten zufolge entsandte Bloomberg Mitarbeiter nach Alabama, um dort vor Ablauf der Frist am Freitag Unterschriften zu sammeln, die für die Vorwahlen in dem Staat erforderlich sind. Dieser Schritt ist das erste eindeutige Zeichen dafür, dass Bloomberg sich auf eine Kandidatur gegen den amerikanischen Präsident Donald Trump vorbereitet.

          Bloomberg ist einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten. Er war sowohl Mitglied der Republikaner als auch der Demokratischen Partei und als Bürgermeister parteilos. Er gilt als gemäßigt, steht der Finanzwelt nahe und hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die von den Präsidentschaftsanwärtern Bernie Sanders und Elizabeth Warren angekündigten Maßnahmen zu links sind.

          „Er denkt, dass Joe Biden schwach ist und Sanders und Warren nicht gewinnen können“, zitierte die „New York Post“ aus dem Umfeld Bloombergs. Schon jetzt bewerben sich 17 Männer und Frauen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur.

          Weitere Themen

          Trump kritisiert Kreditvergabe an China

          Weltbank : Trump kritisiert Kreditvergabe an China

          Der Präsident der Vereinigten Staaten kritisiert die Entscheidung der Weltbank, China milliardenschwere Kredite zu genehmigen. Das Geld soll in China unter anderem in umweltfreundliches Wirtschaftswachstum investiert werden.

          Keine Revolution Video-Seite öffnen

          SPD-Parteitag : Keine Revolution

          Wird das Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans die SPD in eine erfolgreichere Zukunft führen? Daran kann man einige Zweifel haben, kommentiert F.A.Z.-Redakteurin Mona Jaeger.

          Topmeldungen

          Individuelle Mobilität : Ein Lob auf das Auto

          Einst galt das Auto als des Deutschen liebstes Kind, jetzt tut mancher so, als trage es die alleinige Schuld am Weltuntergang. Die überwältigende Mehrheit der Bürger aber will und kann nicht auf das Auto verzichten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.