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Blinken und Lawrow in Genf : Die Suche nach dem richtigen Weg

Grundsätzlich positiv gestimmt: Antony Blinken und Sergej Lawrow am Freitag in Genf Bild: via REUTERS

Nach dem Treffen der Außenminister Antony Blinken und Sergej Lawrow in Genf ist die Rede von einem besseren gegenseitigen Verständnis. Doch es fehlen konkrete Schritte der Deeskalation im Ukraine-Konflikt.

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          Als am Freitagmittag erst Sergej Lawrow und eine halbe Stunde später auch Antony Blinken in Genf vor die Presse traten, hatten sie auf der einen Seite wenig zu verlieren. Schon vor Beginn des bilateralen Gesprächs dämpften der russische und der amerikanische Außenminister die Erwartungen. Er rechne nicht mit dem Durchbruch, sagte Lawrow; er gehe nicht davon aus, dass die Differenzen beseitigt werden könnten, sagte Blinken. Es musste also allein als positives Zeichen gewertet werden, dass beide Seiten überhaupt eine Grundlage dafür sahen, zu einem Treffen zusammenzukommen, das den vorläufigen Schlusspunkt eines Gipfelmarathons zum Ukraine-Konflikt markierte. Denn auf der anderen Seite gibt es derzeit genug Gründe, eine Eskalation der Lage zu befürchten.

          Sofia Dreisbach
          Politische Korrespondentin für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Erst am Donnerstagabend hatte Blinken bei seinem Besuch über einen russischen Einmarsch in die Ukraine gesagt: „Es ist ein reales Risiko, und es ist ein hohes Risiko.“ Zwar weist Moskau diesen Vorwurf mantraartig zurück. Doch es hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen und provozierte erst in dieser Woche mit der Entsendung russischer Soldaten zu Militärübungen nach Belarus und der Ankündigung mehrerer Marinemanöver, bei denen mehr als zehntausend Soldaten im Mittelmeer, Atlantik und in der Nordsee üben sollen.

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