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„Black-Panther“-Aktivist : Keine Todesstrafe für Abu-Jamal

Nach einem fast 30 Jahre währenden verfahren muss Abu-Jamal, hier 1995 nach einer Anhörung in Philadelphia, nun nicht mehr seine Hinrichtung fürchten Bild: dapd

Der wegen Polizistenmordes verurteilte Mumia Abu-Jamal wird nicht hingerichtet. Die Staatsanwaltschaft lasse die Forderung fallen, teilten seine Verteidiger mit.

          Der wegen Polizistenmordes verurteilte schwarze Autor und „Black Panther“-Aktivist Mumia Abu-Jamal muss nicht mehr mit seiner Hinrichtung rechnen. Die Staatsanwaltschaft bei einem Bundesgericht in Philadalphia teilte am Mittwoch mit, dass sie in dem seit fast 30 Jahren währenden Verfahren nicht länger die Todesstrafe fordern wird.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Der zuständige Staatsanwalt Seth Williams sagte, er hege weiter keinerlei Zweifel, dass der damals 27 Jahre alte Abu-Jamal am 9. Dezember 1981 den Polizisten Daniel Faulkner erschossen habe und in einem ersten Verfahren im Jahr darauf zu Recht zum Tode verurteilt worden sei. Gemäß einer Vereinbarung mit der Witwe des zum Zeitpunkt seines Todes 25 Jahre alten Polizisten Faulkner werde er nun lebenslange Haft ohne Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung fordern, sagte Staatsanwalt Williams, der wie Abu-Jamal schwarz ist.

          Bis heute Unschuld beteuert

          Abu-Jamal, dessen ursprünglicher Name Wesley Cook lautete, beteuert bis heute seine Unschuld. In seinen Publikationen hatte er den mehrheitlich weißen Geschworenen in dem ersten Verfahren gegen ihn rassistische Vorurteile vorgeworfen sowie den Prozess gegen ihn als ingsesamt unfair gebrandmarkt.

          Während der langwierigen Berufungsverhandlungen, die bis zum Obersten Gericht führten, wurde Abu-Jamal zur Symbolfigur für Gegner der Todesstrafe in Amerika. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Forderung nach der Todesstrafe hat fallen lassen, wird Abu-Jamal den Rest seines Lebens in einem Gefängnis in Pennsylvania verbringen.

          Die Witwe Faulkners sagte, Abu-Jamal sei nur wegen „der schändlichen Feigheit“ der für die Verhängung des Strafmaßes zuständigen Bundesrichter seiner gerechten Strafe entgangen.

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