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Präsidentenwahl in Amerika : New Yorks Bürgermeister steigt ins Rennen der Demokraten ein

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New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio stellt im Mai seinen Green New Deal in New York vor. Bild: AFP

Bill de Blasio kann in seinem Wahlkampf auf seine Errungenschaften als Bürgermeister von Amerikas größter Stadt verweisen. Sie zeigen ihn als Kandidaten, der dem liberalen Flügel der Demokraten zuzurechnen ist.

          Der Bürgermeister der größten Stadt Amerikas, New York, hat seine Kandidatur für die amerikanische Präsidentenwahl verkündet. Bill de Blasio hatte sich lange geziert, eine Entscheidung zu verkünden, immer wieder hatte er nur die Aufforderung verneint, eine Kandidatur auszuschließen. Der 58 Jahre alte de Blasio ist seit 2014 Bürgermeister von New York und wurde einmal wiedergewählt. Mit seinem Eintritt streiten sich nun 23 namhafte Demokraten darum, wer im November des nächsten Jahres gegen den Amtsinhaber Donald Trump antreten darf.

          Der Eintritt de Blasios war schon in der Nacht durchgesickert, doch erst am Donnerstag veröffentlichte er ein Video auf seinem Youtube-Kanal, in dem er die Ankündigung offiziell macht. Schon sein erster Satz zeigt, wo de Blasio politisch steht: „Es gibt genug Geld in der Welt, es gibt genug Geld in diesem Land. Es ist nur in den falschen Händen“, so de Blasio, dessen Namen von seinen italienischen Vorfahren stammt, die als Einwanderer in die Vereinigten Staaten gekommen waren.

          In seinem Video und wohl auch in der Wahlkampagne legt er seinen Schwerpunkt darauf, arbeitenden Familien zu helfen. Hierbei kann er auf seinen Errungenschaften als Bürgermeister von New York verweisen. So habe er dort den Mindestlohn eingeführt, den Menschen eine Krankenversicherung verschafft sowie ein Betreuungsprogramm für Kinder unter fünf Jahren eingeführt.

          De Blasio wird am Donnerstag in der NBC-Fernsehsendung „Good Morning America“ erwartet, wo er gemeinsam mit seiner Frau Chirlane auftreten soll. Danach plant er amerikanischen Medienberichten zufolge eine Reise nach Iowa, dem Staat, in dem die erste Vorwahl im Februar des nächsten Jahres stattfindet.

          Das Feld der Demokraten, die gegen Trump antreten wollen, ist mit de Blasio nun auf 23 angewachsen. Es wird momentan in den Umfragen angeführt vom früheren Vizepräsidenten Joe Biden, der vor wenigen Wochen seinen Eintritt in das Rennen verkündet hatte. Die Entscheidung, welcher Demokrat im November 2020 gegen einen republikanischen Konkurrenten – wahrscheinlich Donald Trump – antreten darf, wird in den Vorwahlen im nächsten Jahr getroffen.

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