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Ukraine-Konflikt : Biden will mit osteuropäischen Nato-Partnern über Putin-Gespräch beraten

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Präsident Biden will mit den osteuropäischen Verbündeten der USA über sein jüngstes Gespräch mit Putin beraten. Bild: EPA

Die Nato ist besorgt über die Aufstockung russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine. Die USA fürchten einen russischen Einmarsch und haben mit scharfen Sanktionen gedroht.

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          US-Präsident Joe Biden will am Donnerstag mit osteuropäischen Nato-Partnern über sein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Ukraine-Konflikt beraten. Das Weiße Haus erklärte am Mittwoch, Biden wolle die Ansichten der neun Länder zu dem Konflikt in ihrer Nachbarschaft hören und das „Engagement der Vereinigten Staaten für die transatlantische Sicherheit unterstreichen“. Die Nato ist besorgt über die Aufstockung russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine.

          An dem Anruf sollen die Staats- und Regierungschefs von Bulgarien, Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und der Slowakei teilnehmen. Zuvor hatte Biden bereits mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über sein virtuelles Gipfeltreffen mit Putin gesprochen.

          Zehntausenden Soldaten in Stellung gebracht

          Biden und Putin hatten sich am Dienstag bei dem Videogipfel über den Konflikt in der Ostukraine ausgetauscht. Russland hat an der Grenze zu seinem Nachbarland zehntausende Soldaten zusammengezogen, was im Westen die Befürchtung schürt, dass die russische Armee in die Ukraine einmarschieren könnte. Moskau weist dies zurück und wirft der Ukraine ihrerseits Provokationen vor.

          Für den Fall eines Einmarschs droht Biden Putin mit beispiellosen US-Sanktionen. Eine direkte militärische Konfrontation mit Russland schloss Biden bislang hingegen aus.

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