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Biden und Lateinamerika : Neue Regierung, alte Fronten

Auf dem Marsch ins gelobte Land Amerika: Honduranische Migranten in Guatemala Bild: AFP

Der neue Präsident Joe Biden sucht mehr Kooperation mit Lateinamerika als sein Vorgänger. Die größten Baustellen sind Venezuela und Brasilien. Aber auch die Migranten, die zur Grenze mit Mexiko strömen, bleiben eine Herausforderung.

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          Joe Bidens designierter Außenminister Antony Blinken lässt keinen Interpretationsspielraum, wenn er von Venezuela spricht: Der Druck auf das vom „brutalen Diktator“ Nicolás Maduro angeführte Regime müsse aufrechterhalten werden, versicherte er am Dienstag während einer Anhörung im amerikanischen Senat. Er sei „sehr einverstanden“ mit einigen der Maßnahmen der Regierung Trump. Die neue Regierung habe nicht vor, die Anerkennung des Oppositionsführers Juan Guaidó als rechtmäßiger Übergangspräsident des Landes aufzugeben.

          Tjerk Brühwiller

          Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.

          Die Biden-Regierung wird sich also weiter für einen Machtwechsel in Venezuela einsetzen. „Das Problem ist, dass wir trotz all dieser Anstrengungen, die ich unterstütze, nicht das erwünschte Resultat erreicht haben“, sagte Blinken. Washington brauche eine effektive Politik, um die Demokratie in Venezuela wiederherzustellen, angefangen mit freien und gerechten Wahlen, sagte Blinken. Eine bessere Koordination und Kooperation zwischen den Ländern mit denselben Ideen und ein effektiveres Vorgehen in der Sanktionspolitik seien notwendig, damit die Helfer des Maduro-Regimes die Schmerzen spürten.

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