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Gipfeltreffen in Biarritz : Erste Zusammenstöße zwischen G-7-Gegnern und Polizei

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Französische Polizisten zerstören eine von G-7-Gegnern errichtete Barrikade in der Nähe eines Protestcamps bei Hendaye. Bild: AP

Schon vor Beginn des G-7-Gipfels wurden 17 Demonstranten festgenommen – und drei Deutsche wegen geplanter Gewalttaten zu Haftstrafen verurteilt. Am Samstag wollen zahlreiche Globalisierungsgegner in Hendaye auf die Straße gehen.

          Vor dem G-7-Gipfel im französischen Badeort Biarritz ist es zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Nach Behördenangaben wurden bei den Zusammenstößen nahe einem Protestcamp in Urrugne am Freitagabend vier Polizisten leicht verletzt. 17 Menschen wurden demnach wegen Verstoßes gegen das Versammlungs- und Vermummungsverbot festgenommen.

          Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am Samstag die Staats- und Regierungschefs aus den übrigen großen Industrienationen in Biarritz. Globalisierungskritiker, Klimaschützer und andere Aktivisten planen Proteste am Rande des Gipfeltreffens. Die französische Regierung will Chaos-Szenen mit aller Macht verhindern.

          Der Badeort Biarritz ist streng gesichert und für Demonstranten nicht zugänglich. Rund um Biarritz gibt es diverse Protestcamps. Frankreich rüstet sich mit mehr als 13.000 Sicherheitskräften gegen Krawalle während des Top-Ereignisses. Am Samstagmittag ist im Nahe gelegenen Hendaye eine große Demonstration gegen den Gipfel geplant.

          Drei junge Deutsche sind kurz vor dem Gipfel wegen geplanter Gewalttaten von einem französischen Gericht zu Haftstrafen von zwei bis drei Monaten verurteilt worden. Vom Vorwurf des Waffenbesitzes wurden sie freigesprochen.

          Die französische Polizei nimmt einen G-7-Gegner fest.

          Die drei waren am Mittwoch an einer Autobahn-Mautstelle bei Biarritz festgenommen worden. In ihrem Auto fanden Polizisten eine Tränengasgranate, Sturmhauben, einen Eispickel sowie laut Staatsanwaltschaft Dokumente „der extremen Linken“. Den Ermittlern sagten die Deutschen, sie seien nicht auf dem Weg nach Biarritz, sondern zum Campen nach Spanien. Neben der Haftstrafe erließ das Gericht gegen die drei ein fünfjähriges Wiedereinreiseverbot für Frankreich.

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