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Bernie Sanders in New York : „Ich bin wieder da!“

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Bernie Sanders ist zurück – und fühlt sich bereit für das Präsidentenamt. Bild: dpa

Bei seiner ersten Wahlkampfveranstaltung nach seinem Herzinfarkt bricht Bernie Sanders Besucherrekorde. In New York ist auch seine bislang wichtigste Unterstützerin dabei.

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          „Um es deutlich zu sagen: Ich bin wieder da!“ Das ist die Botschaft, die Bernie Sanders an diesem Samstag im New Yorker Stadtteil Queens vermitteln will. Wer daran zweifelte, dass der 78 Jahre alte parteilose Senator aus Vermont nach seinem Herzinfarkt fit für den Kampf gegen Donald Trump ist, den will seine Kampagne am Samstag eines Besseren belehren. Gemessen an der Mobilisierung ist das gelungen: Kein Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten hat bislang so viele Anhänger versammelt.

          Über 25.000 Menschen sind an diesem wolkenlosen Herbsttag in den Queensbridge Park gekommen. Sie jubeln erst dem Dokumentarfilmer Michael Moore und einigen Aktivisten und Politikern zu, bevor die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez auf die Bühne kommt. Unter anhaltendem Beifall dankt sie allen, die unermüdlich Wahlkampf machen. Dann erzählt die ehemalige Kellnerin, sie habe erst durch Sanders den Mut gehabt, in die Politik zu gehen. Der Senator aus Vermont habe um eine allgemeine Krankenversicherung und um den Schuldenerlass für College-Absolventen gekämpft, als sie all das noch für unerreichbar gehalten habe. Keiner habe das System in Frage stellen wollen, aber Sanders habe das seit Langem getan und seit 2016 die politische Landschaft des Landes nachhaltig verändert, sagt die Abgeordnete. Als sie dann schließlich noch einmal verkündet, dass sie Sanders' Kampagne fürs Präsidentenamt unterstützt, ist Ocasio-Cortez vor lauter Jubel kaum zu hören.

          Sorgt ebenfalls für Begeisterung: Alexandria Ocasio-Cortez.

          Sanders liefert anschließend eine gewohnt leidenschaftliche Rede ab – niemand soll daran zweifeln, dass er wieder ganz fit ist. Er sei bereit, Präsident aller Amerikaner zu werden – tatsächlich habe er sich noch nie so bereit dafür gefühlt wie jetzt. „Das hier ist der Kampf für ein Amerika, in dem die arbeitenden Menschen Macht haben“, ruft Sanders und legt seine Pläne für die „politische Revolution“ im Lande dar, die so viele junge und alte Amerikaner seit 2016 mobilisiert hat: Schuldenerlass für College-Absolventen, eine Krankenversicherung für Alle, Millionen neue Jobs im Rahmen des „Green New Deal“ und der Kampf gegen Rassismus und Frauenhass.

          Von einer Idee am linken Rand zum wichtigsten Thema

          Konkreter als Mitbewerberin Elizabeth Warren geht Sanders wie schon in den Fernsehdebatten auf die Frage der Skeptiker ein, wie das denn alles zu finanzieren sei. Höhere Steuern für die Reichsten im Land und eine Steuer auf Spekulationsgewinne soll viele der Projekte finanzieren. Einen kleinen Seitenhieb auf die innerparteiliche Konkurrenz gibt es auch – anders als manch ein Kollege glaube er, dass man in Amerika diese Dinge durchsetzen könne, sagt Sanders. Ja, er selbst habe gekämpft in den vergangenen Wochen, kommentiert er kurz seine gesundheitliche Situation. Aber hier, in den riesigen Sozialwohnungsbauten gleich nebenan, kämpften jeden Tag Menschen, die nicht einmal eine anständige Krankenversicherung hätten.

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