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Vor Wahl in Italien : Berlusconi verzichtet auf Kandidatur als Staatspräsident

  • Aktualisiert am

Silvio Berlusconi im Dezember des vergangenen Jahres in Rom vor der Presse Bild: dpa

Silvio Berlusconi hat seine Kandidatur für das Amt des italienischen Staatspräsidenten aufgegeben. Das ließ er auf einem virtuellen Spitzentreffen der Mitte-Rechts-Parteien am Samstagabend in seiner Abwesenheit mitteilen.

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          Silvio Berlusconi hat seine Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten in Italien aufgegeben. Der ehemalige Ministerpräsident ließ auf einem virtuellen Spitzentreffen der Mitte-Rechts-Parteien am Samstagabend mitteilen, dass er sich aus dem Rennen um die höchste politische Position zurückziehe. Der Parteichef der Forza Italia sei bei der Videoschalte gar nicht selbst dabei gewesen und habe seine Entscheidung verlesen lassen, hieß es.

          Der 85 Jahre alte Politiker hatte zuletzt intensiv versucht, genug Wahlleute für die am Montag beginnenden Abstimmungen für sich zu gewinnen. Nun forderte der viermalige Regierungschef, der außer seinem politischem Auftreten vor allem durch Skandale und Strafprozesse von sich reden machte, einen gemeinsamen Vorschlag für einen Kandidaten von den rechten Parteien Forza Italia, Lega und Fratelli d'Italia. Lega-Chef Matteo Salvini sagte, nun habe Mitte-Rechts „die Ehre und Verantwortung, seine Vorschläge zu machen“.

          Zuletzt galt Ministerpräsident Mario Draghi als Favorit auf die Wahl. Berlusconi aber drängt darauf, dass Draghi auf seiner aktuellen Position bleibe. Auch andere Parteichefs sind gegen einen Wechsel des früheren EZB-Chefs, der vorzeitige Neuwahlen nach sich ziehen könnte. Die siebenjährige Amtszeit des derzeitigen Staatspräsidenten Sergio Mattarella endet am 3. Februar. Wer seine Nachfolge antreten könnte, ist selbst für Fachleute schwierig vorauszusagen. Mehr als 1000 Senatoren, Abgeordnete und Regionalvertreter sind zur Wahl aufgerufen.

          In der italienischen Presse zirkulieren seit Wochen mehrere Namen für die Präsidentschaftskandidatur, darunter EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni, Justizministerin Marta Cartabia sowie der 82 Jahre alte Giuliano Amato, ein glühender Europäer und Mitverfasser der Europäischen Verfassung.

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