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Deutschland und Frankreich : Aus Erbfeinden sind längst Erbfreunde geworden

  • -Aktualisiert am

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und der per Video zugeschaltete Präsident der Assemblée nationale, Richard Ferrand, eröffnen am Freitag die Parlamentarische Versammlung. Bild: dpa

Die deutsch-französische Parlamentarische Versammlung ist keine Plauderveranstaltung. Sie kämpft für Zugverbindungen und gegen Grenzschließungen. So befördert sie den Austausch beider Länder.

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          Die Zukunft Deutschlands entschied sich vor 150 Jahren auf französischem Boden. Im besetzten Schloss von Versailles ließ sich König Wilhelm I. von Preußen zum deutschen Kaiser ausrufen. Für die Franzosen stellte die Proklamation im Spiegelsaal eine ungeheuerliche Demütigung dar, die jahrzehntelang das Verhältnis zum Nachbarn vergiftete.

          Heute hat die Pickelhaube als Feindbild ausgedient. 82 Prozent der Franzosen haben ein positives oder sehr positives Deutschlandbild. Das hat eine von der deutschen Botschaft in Paris in Auftrag gegebene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ifop jetzt herausgefunden. Auch wenn Politiker wie der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon Deutschland weiterhin Bismarcksche Machtgelüste unterstellen, hegt die überwältigende Mehrheit seiner Landsleute Sympathien für den Nachbarn. Aus Erbfeinden sind längst Erbfreunde geworden.

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