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Rationiertes Benzin : Gewaltsame Proteste in Iran

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Es brennt: In der iranischen Stadt Abadan steht ein Gebäude in Flammen. Laut sozialen Medien griffen Demonstranten Tankstellen und Öldepots an. Bild: AP

In Iran wurde das Benzin rationiert und verteuert. Viele Menschen protestieren dagegen. Auf Tankstellen und Öldepots wurden Brandanschläge verübt.

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          In fast allen Städten des Iran hat es am Samstag Proteste gegen die Rationierung und Verteuerung von Benzin gegeben. Die Staatsanwaltschaft will gegen die Demonstranten hart durchgreifen. „Die Unruhestifter werden definitiv vom Ausland gelenkt und ihre Aktionen sind illegal und kriminell“,  sagte Generalstaatsanwalt Mohammed Dschafar Montaseri und kündigte ein „konsequentes Vorgehen“ an. Bürger sollten sich von diesen Unruhestiftern fernhalten, um sich nicht auch strafbar zu machen, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna. Präsident Hassan Rohani, Parlamentspräsident Ali Laridschani und Justizchef Ibrahim Raeissi kamen am Samstag in Teheran zu Krisenberatungen zusammen.

          Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise hatte die iranische Regierung in der Nacht auf Freitag Benzin rationiert und zugleich die Preise für Kraftstoff erhöht. Wie erst am Samstag bekannt wurde, gab es bei Krawallen in der südiranischen Stadt Sirdschan am Freitag einen Toten und mehrere Verletzte. Dutzende von Demonstranten hatten dort versucht, Tankstellen und Öldepots in Brand zu stecken. Daraufhin hätten die Polizei und sogar Revolutionsgarden eingreifen müssen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung nach Angaben von Isna.

          Außerdem wurde von vielen friedlichen Protesten in etlichen Städten berichtet. In Teheran stellten viele Autofahrer aus Protest einfach ihre Wagen ab und blockierten so die Straßen der Hauptstadt. In anderen Städten gab es ähnliche Proteste sowie Kundgebungen vor Regierungsgebäuden. In einigen Städten soll die Polizei auch Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt haben. Auf den sozialen Medien wurden Videos von brennenden Tankstellen gepostet. Nach Angaben der Behörden handelte es sich dabei aber um Fake News.

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          Mit einer staatlichen Benzinkarte können die Iraner nur noch bis zu 60 Liter Benzin im Monat zu einem Literpreis von umgerechnet zwölf Cent tanken. Wer mehr tanken will, muss pro Liter dann 24 (Normalbenzin) bis 30 Cent (Super) zahlen – fast das Dreifache des bisherigen Preises.

          Der Benzinpreis gilt im Iran als die „Mutter aller Inflationen“, weil nach jeder Preiserhöhung alles im Land teurer wurde. Schon seit längerer Zeit wollte die Regierung von Präsident Rohani die Benzinpreise abermals erhöhen, hatte es aber aus Angst vor einer Verschärfung der Inflation – und landesweiten Protesten – immer wieder verschoben. Viele Iraner wollen nicht hinnehmen, dass in einem ölreichen Land, das der viertgrößte Ölproduzent der Welt ist, Benzin rationiert und immer teurer wird.

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