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Benghasi-Attentat : Al-Qaida-Anführer in Türkei gefasst

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Das amerikanische Konsulat in Benghasi steht nach der Attacke radikaler Islamisten in Flammen (September 2012) Bild: REUTERS

Der türkische und amerikanische Geheimdienst haben den mutmaßlichen Anführer des libyschen Al-Qaida-Ablegers gefasst. Der Mann soll vor zwei Jahren am Attentat auf den amerikanischen Botschafter in Benghasi beteiligt gewesen sein.

          Die Geheimdienste der Türkei und der Vereinigten Staaten haben nach einem Zeitungsbericht den mutmaßlichen Anführer des Terrornetzes Al Qaida in Libyen gefasst. Abdel Basset Asus sei im nordwesttürkischen Yalova in Zusammenarbeit des türkischen Geheimdienstes MIT, der CIA und der türkischen Polizei festgenommen worden, meldete die Zeitung „Milliyet“ am Donnerstag. Asus werde eine Verwicklung in den Tod des amerikanischen Botschafters in Libyen, Chris Stevens, vorgeworfen. Der Verdächtige wurde dem Bericht zufolge über Jordanien in die Vereinigte Staaten geflogen.

          Botschafter Stevens war im September 2012 beim Sturm islamistischer Extremisten auf das Gebäude des amerikanischen Konsulats im libyschen Benghasi ums Leben gekommen. Britische und amerikanische Geheimdienste orteten Asus laut dem Zeitungsbericht kürzlich in der Türkei; er soll mit einem gefälschten Pass eingereist sein. Mitte November wurde er demnach in Yalova am Marmara-Meer festgenommen, wo er eine Wohnung gemietet hatte. Etwa zehn Tage später sei Asus nach Jordanien ausgeflogen und von dort aus nach Amerika gebracht worden. Die türkischen Behörden und die amerikanische Botschaft in Ankara äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.

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