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Belarussischer Präsident : Lukaschenka hat Corona-Infektion überstanden

  • Aktualisiert am

Alexander Lukaschenka erscheint zu Feierlichkeiten des weißrussischen Unabhängigkeitstag am 3. Juli 2020 ohne Maske. Bild: dpa

Nach eigenen Angaben hat der belarussische Präsident seine Coronavirus-Infektion symptomfrei überstanden. In der Vergangenheit stellte Lukaschenka die vom Virus ausgehende Gefahr immer wieder in Frage.

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          Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenka hat nach eigenen Angaben eine Coronavirus-Infektion überstanden. Er habe keine Symptome gehabt und die ganze Zeit weiter gearbeitet, sagte Lukaschenka am Dienstag. „Heute treffen Sie jemanden, der sich vom Coronavirus erholt hat, während er gearbeitet hat“, sagte Lukaschenka vor Sicherheitskräften des Innenministeriums. „Gott sei Dank“ sei die Infektion bei ihm aber auch ohne Symptome verlaufen, fügte er hinzu. Dies hätten ihm seine Ärzte bestätigt.

          Lukaschenka, der Belarus seit 1994 mit harter Hand regiert, kandidiert bei der Präsidentschaftswahl am 9. August für eine sechste Amtszeit. Trotz steigender Infektionszahlen hat er eine Verschiebung der Wahl kategorisch ausgeschlossen.

          Belarus ist eines der wenigen Länder weltweit, das keine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus getroffen hat. Lukaschenka hat die von dem Erreger Sars-CoV-2 ausgehende Gefahr immer wieder in Frage gestellt und von einer „Psychose“ gesprochen. Er machte aktiv Wahlkampf und trug dabei nie eine Maske. Wo er sich mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte, sagte er nicht.

          Offiziellen Angaben zufolge haben sich in dem Land mehr als 67.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, 543 starben.

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