https://www.faz.net/-gpf-acz8r

Belarus : Anklage fordert 15 Jahre Haft für Oppositionellen

  • Aktualisiert am

Protestler in Minsk tragen im August 2020 ein Plakat mit dem Konterfei Viktor Babarikos. Bild: dpa

Viktor Babariko wollte im vergangenen bei der Präsidentenwahl antreten, wurde aber vorher wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet. Die Verteidigung bezeichnet die Anklage als konstruiert.

          1 Min.

          In Belarus hat die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft für den Oppositionellen Viktor Babariko gefordert. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass am Dienstag. Der frühere Banker Babariko wollte bei der Präsidentenwahl Anfang August gegen Amtsinhaber Alexandr Lukaschenko antreten. Er wurde aber einige Wochen vorher festgenommen und somit von der Kandidatur ausgeschlossen. Seit Februar steht der frühere Chef der Belgazprombank wegen Korruption vor Gericht. Sein Rechtsbeistand bezeichnet die Vorwürfe als konstruiert.

          Die umstrittene Wahl, die unter anderem von der Europäischen Union nicht anerkannt wird, hat Amtsinhaber Lukaschenko gewonnen. Dies löste Massenproteste und zahlreiche Festnahmen von Kritikerinnen und Kritikern aus.

          Unter den Festgenommenen ist auch Maria Kolesnikowa. Sie hatte Babarikos Wahlkampfteam geleitet und wurde nach dessen Festnahme neben Swetlana Tichanowskaja eine der prominentesten Oppositionellen. Tichanowskaja ist nach Litauen geflohen, um einer Festnahme zu entgehen.

          Weitere Themen

          Aufbruchstimmung passé Video-Seite öffnen

          Tunesien in politischer Krise : Aufbruchstimmung passé

          Das Musterland des Arabischen Frühlings befindet sich in einer kritischen Lage. Viele Tunesier erleben ihre Situation heute sogar schlechter als während der autoritären Herrschaft bis 2011. Die Krise gilt jedoch als hausgemacht.

          Topmeldungen

          Die Digitalisierung aller Lebensbereiche beschleunigt sich. Das Foto zeigt einen Serverraum in einem Rechenzentrum des Internetdienstanbieters 1&1.

          Inflation : Keine Rückkehr in die alte Welt

          Die Politik muss sich darauf einstellen, dass sich wichtige wirtschaftliche Parameter nach der Pandemie verändern. Das betrifft nicht nur die Inflation.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.