https://www.faz.net/-gpf-a1nlo

Russische Millionäre in London : Die schmutzigen Spenden der Oligarchen

Kleptokratie-Tour: Der Putin-Kritiker Roman Borisovich führt zu den Adressen russischer Oligarchen in London. Bild: ddp/intertopics/eyevine/Graeme R

Warum spendet eine russische Millionärin 160.000 Pfund für eine Tennispartie mit dem damaligen britischen Premierminister David Cameron? Versuchen Oligarchen aus dem Umfeld Putins die britische Politik zu beeinflussen?

          4 Min.

          Seit Jahren laden Putin-kritische Aktivisten zu „Kleptokratie-Touren“ durch die britische Hauptstadt ein. Begleitet von angesehenen Russlandkennern führen sie durch die Nobelviertel Londons, in denen Oligarchen die Schmuckstücke aufgekauft haben. Für diese Fachleute war nicht überraschend, was der Geheimdienstausschuss des Unterhauses am Dienstag feststellte: dass Multimillionäre russischer Herkunft von den britischen Regierungen „willkommen geheißen“ und ihr Geld „mit offenen Armen entgegengenommen“ worden sei. Der Einfluss Moskaus auf die britische Politik, folgerte der Ausschuss, sei die „neue Normalität“.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Wie viele Milliarden Pfund seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Königreich investiert wurden, ist kaum zu schätzen; zu verschlungen sind die Wege. Erste Bewegungen im Immobilienmarkt und in der Börse wurden Mitte der neunziger Jahre registriert. Wenig später warb der Labour-Premierminister Tony Blair in Sankt Petersburg aktiv für mehr Investitionen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          „Das war in höchstem Maß frauenverachtend gegenüber meiner Kollegin und mit den Idealen der Stiftung absolut unvereinbar“: CSU-Staatsministerin Dorothee Bär über den Beitrag in „Tichys Einblick“

          Dorothee Bär über Sexismus : „Bei Tichy hat der verbale Ausfall System“

          Wegen Sexismus im Blatt des Stiftungsvorsitzenden Roland Tichy hat sich CSU-Staatsministerin Dorothee Bär aus der Ludwig-Erhard-Stiftung zurückgezogen. Ein Interview über alltägliche Frauenverachtung – und ihre Erwartungen an die Männer.