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Bedrohung durch Dschihadisten : Obama schickt 350 zusätzliche Soldaten nach Bagdad

  • Aktualisiert am

Präsident Barack Obama vor seiner Abreise Richtung Estland Bild: AP

Nach der angeblichen Ermordung des Amerikaners Steven Sotloff haben die Vereinigten Staaten eine stärkere Militärpräsenz im Irak angekündigt. Die Soldaten sollen das diplomatische Personal in Bagdad vor Angriffen schützen.

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          Die Vereinigten Staaten haben nach der angeblichen Ermordung des amerikanischen Journalisten Steven Sotloff durch die Dschihadistengruppe IS eine stärkere Militärpräsenz in Bagdad angekündigt. Präsident Barack Obama ordnete die Entsendung von 350 weiteren Soldaten in die irakische Hauptstadt an, wie das Präsidialamt in Washington in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.

          Die Militäreinheiten sollen laut dem Weißen Haus für den Schutz von diplomatischen Einrichtungen und diplomatischem Personal zuständig sein. Die Regierung in Washington betont, es kämen keine Kampftruppen in den Irak.

          Der Einsatz zusätzlicher Soldaten wurde vom Außenministerium beantragt und wird durch das Verteidigungsministerium organisiert. Damit sollen nach Angaben der amerikanischen Regierung künftig insgesamt etwa 820 Militärangehörige der Vereinigten Staaten im Irak stationiert sein. Außerdem werden den Angaben zufolge Spitzenvertreter der Armee in den Nahen Osten entsandt. Sie sollen dort beim Aufbau einer „stärkeren regionalen Partnerschaft“ im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS helfen.

          Die islamistische Gruppierung hatte am Dienstagabend ein Video veröffentlicht, das die Ermordung des Amerikaners Sotloff als Vergeltung für amerikanische Luftangriffe im Irak zeigen soll. Bereits im August meldeten IS-Terroristen die Ermordung des amerikanischen Journalisten James Foley und drohten mit weiteren Angriffen auf amerikanische Staatsbürger, sollten die Vereinigten Staaten weiterhin militärisch gegen die IS-Milizen vorgehen.

          Republikaner verlangen Erklärungen von Präsident Obama

          Die Republikaner im Kongress in Washington verlangten von Präsident Obama nach dem angeblichen Tod Sotloffs eine klare Strategie gegen die Dschihadisten. Obama müsse „der amerikanischen Bevölkerung und dem Kongress erklären, wie wir mit dieser Bedrohung umgehen“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Repräsentantenhaus, Ed Royce, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Royce kündigte an, Außenminister John Kerry in der kommenden Woche vor seinem Ausschuss zu den Plänen der Regierung befragen zu wollen.

          Seit mehreren Wochen fliegt die amerikanische Luftwaffe Einsätze gegen IS-Stellungen im Norden Iraks. Damit sollen die kurdischen Peschmerga-Milizen und die irakischen Regierungstruppen bei ihren Bemühungen, die Dschihadisten im Norden des Landes zurückzudrängen, unterstützt werden. Ein Schwerpunkt der Luftangriffe lag in der Nähe des Staudamms von Mossul.

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