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BBC-Journalist verlässt China : Ein Opfer im „Krieg um die Meinungshoheit“

Das BBC-Hauptquartier in London Bild: AP

China bemüht sich nach Kräften, im weltweiten Meinungswettbewerb mitzumischen. Kritische Medien stören da nur. Das bekam auch der Journalist John Sudworth zu spüren – der Brite hielt es nicht mehr aus.

          3 Min.

          Nach einer massiven Einschüchterungskampagne durch chinesische Staatsmedien und Behörden hat ein Korrespondent des britischen Senders BBC China verlassen. Der Sender teilte am Mittwoch mit, John Sudworth sei nach Taiwan umgezogen. Er arbeite von dort aus weiter als China-Korrespondent. „Johns Arbeit hat Wahrheiten enthüllt, von denen die chinesischen Behörden nicht wollten, dass die Welt sie erfährt“, hieß es in der Stellungnahme.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Sudworth sagte der BBC, er und sein Team seien mit rechtlichen Schritten bedroht und bei jeder Recherche überwacht, behindert und eingeschüchtert worden. Selbst bei der Ausreise seien ihm und seiner Familie Polizisten in Zivilkleidung bis in den Check-In-Bereich des Flughafens gefolgt, berichtete die BBC. Sudworths Ehefrau, die mit ihm ausreiste, ist Korrespondentin des irischen Fernsehsenders RTÉ.

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