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Baskische Terrorgruppe : ETA hat „totale Entwaffnung“ abgeschlossen

  • Aktualisiert am

Maskierte ETA-Separatisten kündigen 1982 die Wiederaufnahme des bewaffneten Kampfs für ein Baskenland ohne Spanien und Frankreich an. Bild: AFP

Mit Bombenanschlägen und Attentaten wollte sie seit 1959 die Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien erzwingen. Nun hat die ETA wohl endgültig dem Terror abgeschworen. Nach eigenen Angaben sind die letzten Waffenlager übergeben worden.

          Die baskische Untergrundorganisation ETA hat ihre verbliebenen Waffen nach Angaben eines französisch-baskischen Aktivisten bereits vor dem angekündigten Termin am Samstag übergeben. Die Entwaffnung der ETA sei „abgeschlossen“, sagte der Umweltaktivist „Txetx“ Etcheverry am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Die ETA hat die Waffen der Zivilgesellschaft übergeben, sie befinden sich auf französischem Gebiet“, fügte Etcheverry hinzu.

          Die ETA hatte Mitte März angekündigt, ihre letzten Waffenlager bis zum 8. April preiszugeben. Etcheverry sagte damals der Zeitung „Le Monde“: „Die ETA hat uns die Verantwortung für die Entwaffnung übertragen, und am Abend des 8. April wird die ETA total entwaffnet sein.“ In einem von der BBC veröffentlichten Schreiben bestätigte die Untergrundorganisation nun nochmals den Termin.

          Zum weiteren Vorgehen äußerte Etcheverry sich nicht. Er sagte lediglich, ab Samstag könnten „Experten“ die erforderlichen Überprüfungen vornehmen. Dem Vernehmen nach geht es um 130 Waffen und zwei Tonnen Sprengstoff.

          Die ETA, die während der Franco-Diktatur 1959 ihren bewaffneten Kampf für die Unabhängigkeit des Baskenlandes aufnahm, wird für den Tod von 829 Menschen verantwortlich gemacht. 2011 erklärte die Organisation ihren bewaffneten Kampf für beendet.

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