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Barack Obama in Köln : „Ich wusste gar nicht, wie die Kaffeemaschine funktioniert“

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Bestens gelaunt: Barack Obama am Donnerstagabend in Köln. Bild: dpa

Barack Obama is back: Bei einem Event vor 14.000 Zuschauern in Köln spricht der frühere amerikanische Präsident über sehr große Schiffe, die Aufgaben der Jugend beim Klima – und das Leben als Privatmann.

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          Barack Obama (57) hat das Amt des amerikanischen Präsidenten mit dem eines Kapitäns auf einem sehr großen Schiff verglichen. Man müsse dort schnell Geduld lernen, sagte er am Donnerstagabend bei einem Auftritt in der Lanxess-Arena in Köln. „Man kann es nicht drehen, und plötzlich geht es in die entgegengesetzte Richtung“, erläuterte er. Es gebe da ein „großes Lenkrad“, und es seien viele Leute an Bord. Hoffentlich habe man am Ende einer Amtszeit eine bessere Richtung eingeschlagen.

          Obama, der von 2009 bis 2017 Präsident der Vereinigten Staaten war, sprach in Köln vor mehr als 14.000 Zuschauern über gute Menschenführung. Am Freitag wollte er nach Berlin weiterreisen – unter anderem, um sich dort mit „seiner Freundin“ Angela Merkel zu treffen, wie er sagte.

          Nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt hat sich Obama nach eigenen Worten erst einmal ausgeruht. „Michelle und ich haben erst einmal sehr lange geschlafen“, sagte der Politiker in Köln. Er habe danach auch bestimmte Dinge erst einmal wieder lernen müssen. „Ich musste mir selbst Kaffee machen. Ich wusste gar nicht, wie die Maschine funktioniert.“ Sein erster selbst gemachter Kaffee habe denn auch sehr schlecht geschmeckt. Außerdem habe er sich im neuen Heim der Familie in Washington etwas Platz erobern müssen, weil sich die anderen Familienmitglieder überall ausgebreitet hätten.

          „Dann weiß ich nicht, was ich sagen soll“

          Er zeigte sich außerdem „zuversichtlich und vorsichtig optimistisch“, dass Amerika im Klimaschutz bald wieder führend sein werde. Natürlich seien viele frustriert aufgrund der Haltung der derzeitigen Regierung, aber man dürfe nicht vergessen, dass etwa der Staat Kalifornien alle Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen umsetze.

          Er setze in Sachen Klima auf die Jugend, betonte der ehemalige Präsident: „Ihr würdet euren Großvater niemals darüber entscheiden lassen, was ihr anzieht oder welche Musik ihr euch anhört. Aber ihr lasst ihn darüber entscheiden, was mit der Umwelt geschieht, in der ihr leben werdet?“ Wenn alle jungen Leute zur Wahl gingen und dabei für klimafreundliche Parteien stimmten, könnten sie sehr schnell Veränderung zustande bringen.

          In Obamas Amtszeit war 2015 das Pariser Klimaabkommen ausgehandelt worden. Sein republikanischer Nachfolger Donald Trump hat dagegen den Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Abkommen eingeleitet.

          Obama hob darüber hinaus hervor, dass Entscheidungen und Diskussionen auf der Grundlage von Fakten stattfinden müssten. „Ich bin ein großer Anhänger aufklärerischer Werte wie Fakten, Vernunft, Logik“, sagte Obama. Eine der größten Gefahren für die Demokratie sei, wenn kein Konsens mehr über grundlegende Fakten existiere. „Eine Demokratie definiert sich darüber, dass sie unterschiedliche Meinungen zulässt, aber sie kann nicht funktionieren, wenn grundlegende Fakten infrage gestellt werden“, sagte Obama. Man könne zum Beispiel lange darüber diskutieren, ob der vor ihm stehende Tisch zu hoch oder zu niedrig sei. Aber „wenn Sie zu mir sagen: Nein, das ist ein Baum, dann weiß ich nicht, was ich sagen soll.“

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