https://www.faz.net/-gpf-8nest

Transatlantische Beziehungen : Obama: Nato bleibt „Eckstein“ der Sicherheit für den Westen

  • Aktualisiert am

Barack Obama nach einem Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras Bild: dpa

Immer wieder hat Trump im Wahlkampf mit seinen Äußerungen über die Nato provoziert. Präsident Obama versichert jetzt: An der Bedeutung des Bündnisses wird sich nichts ändern, trotz Trumps Wahlsieg.

          1 Min.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat am Dienstag versichert, dass die Vereinigten Staaten auch nach der Wahl von Donald Trump die Nato als „Eckstein“ der Sicherheit des Westens sehen werden. Das sagte Obama nach Gesprächen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und Staatspräsident Prokpis Pavlopoulos in Athen. Obama betonte, dass egal wer in den Vereinigten Staaten regiere, die Nato weiterhin wichtig für die gemeinsame Sicherheit Amerikas und Europas sei.

          Ähnlich hatte sich auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag in Brüssel geäußert. Bei einem Treffen mit den EU-Verteidigungsministern sagte er, die Wahl von Donald Trump habe keine negativen Auswirkungen auf die Schlagkraft der Militärallianz. „Ich bin sicher, dass er ein Präsident sein wird, der alle Bündnisverpflichtungen der USA erfüllen wird.“ Er sei voll und ganz überzeugt, dass die Nato auch in Zukunft das Fundament der westlichen Sicherheit bilden werde, sagte Stoltenberg.

          Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt kritisch zur Nato geäußert und sogar das Prinzip der Beistandsverpflichtung infrage gestellt. Zudem fragte er, warum immer die Vereinigten Staaten die Führungsrolle übernehmen müssten. Für Skepsis sorgte er auch mit seinen Äußerungen über Russland.

          Am Montag hatte Trump zum ersten Mal nach seinem Wahlsieg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Beide sprachen sich für ein besseres Verhältnis zwischen beiden Ländern aus. Trumps Seite teilte mit, der Republikaner habe Putin versichert, dass er sich auf eine starke und dauerhafte Beziehung mit Russland freue.

          Bilderstrecke

          Stoltenberg spielte die Bedeutung des Telefonats herunter. Es sei eine ganz normale Sache, dass ein designierter amerikanischer Präsident mit anderen führenden Politikern spreche, sagte er. Auch die Nato befürworte den Dialog mit Russland. Gleichzeitig erinnerte Stoltenberg daran, dass das aktuelle Verhältnis zwischen der Nato und Russland nicht ohne Grund schlecht sei. Russland habe mit seinen Angriffen gegen die Ukraine die territoriale Integrität des Landes verletzt, sagte Stoltenberg.

          Weitere Themen

          „Der größte Boom der Welt“

          Trump in Davos : „Der größte Boom der Welt“

          Donald Trump lobt in Davos Amerika und sich selbst. Sein Land befinde sich in der Mitte des größten Booms, den die Welt jemals gesehen habe. Untergangspropheten hätten immer falsch gelegen.

          Topmeldungen

          Arbeitgeber in Panik : Keiner kennt die Kosten der Grundrente

          1,5 Milliarden Euro könnten für die Grundrente womöglich nicht ausreichen, fürchten die Arbeitgeber. In der Union rumoren die Parlamentarier. Doch die Unions-Minister unternehmen keine hörbaren Anstrengungen mehr.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.