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Obama über Assad und Russland : „Dieses Blut klebt an ihren Händen“

  • Aktualisiert am

Barack Obama: der scheidende Präsident der Vereinigten Staaten Bild: AP

Der scheidende amerikanische Präsident kritisiert Assad und Russland heftig für deren Taten in Aleppo. Seinen eigenen Syrien-Kurs hingegen verteidigt Barack Obama.

          Präsident Barack Obama hat den syrischen Machthaber Baschar al Assad und seine Verbündeten Russland und Iran mit drastischen Worten für die katastrophale Lage in Aleppo verantwortlich gemacht. Die Welt sei „geeint in dem Entsetzen über den grausamen Angriff des syrischen Regimes“ und dessen Verbündeter Russland und Iran, sagte Obama am Freitag bei seiner Jahresabschluss-Pressekonferenz in Washington. „Dieses Blut und diese Gräueltaten kleben an ihren Händen.“

          Obama hielt Assad vor, dass er das syrische Volk nicht gewaltsam hinter sich bringen könne. Der „Weg zur Legitimität“ führe nicht über Gemetzel. Der scheidende amerikanische Präsident forderte, zur Überwachung der Evakuierung von Ost-Aleppo unabhängige Beobachter in die nordsyrische Stadt zu schicken.

          Seinen eigenen Syrien-Kurs hat der scheidende Präsident verteidigt, aber zugleich eingestanden, dass er offensichtlich nicht erfolgreich war. „Ich muss damit (mit dieser Erkenntnis) jeden Abend ins Bett gehen“, so Obama. Er habe aber in Sachen Syrien das Beste getan, was unter den gegebenen Umständen möglich gewesen sei. Die andere Option, eine große Zahl von Bodentruppen zu entsenden, wäre kein „nachhaltiger“ Weg gewesen, so Obama.

          UN diskutiert internationale Beobachter für Aleppo

          Aleppo steht seit Wochen im Mittelpunkt des Syrien-Konfliktes. Mitte November hatte die Regierungsarmee mit Unterstützung vor allem aus Moskau und Teheran eine Großoffensive gestartet, um den Rebellen den Ostteil von Aleppo zu entreißen. Am Donnerstag verkündete Präsident Baschar al Assad die „Befreiung“ der Stadt, eine mühsam ausgehandelte Evakuierungsaktion begann. Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums haben alle Zivilisten und die meisten Rebellen Ost-Aleppo verlassen. Die Angaben widersprachen sich zuletzt mit Berichten des staatlichen syrischen Fernsehens.

          Mit der Lage in Aleppo beschäftigte sich am Freitag auch der UN-Sicherheitsrat in New York. Dabei ging es um den von Frankreich eingebrachten Vorschlag, internationale Beobachter nach Aleppo zu entsenden. Die UN-Botschafterin der Vereinigten Staaten, Samantha Power, sagte nach der Sicherheitsratssitzung vor Journalisten, das Gremium könne womöglich noch am Wochenende darüber abstimmen. Bereits in Syrien eingesetzte UN-Vertreter stünden als Beobachter bereit.

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