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Einsatzbilanz im Baltikum : Deutsche Kampfflugzeuge steigen zu 30 Alarmeinsätzen auf

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Der Schnee kann ihm nichts anhaben. Ein deutscher „Eurofighter“ rollt auf dem Militärflugplatz in Ämari, Estland, zur Startbahn. Bild: dpa

Die Bundeswehr schützt gemeinsam mit Nato-Partnern den Luftraum über Estland, Lettland und Litauen. Gefordert werden die Piloten von unangemeldeten Flugzeugen aus Russland.

          Die in Estland stationierten deutschen Kampfflugzeuge sind in den vergangenen sechs Monaten zu 30 Alarmeinsätzen gestartet, um ungekennzeichnete russische Flugzeuge über der Ostsee zu begleiten. „Man merkt an dieser hohen Zahl, dass doch die Präsenz hier enorm wichtig ist“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Dienstag am Dienstag bei einem Besuch der 160 deutschen Soldaten auf dem estnischen Luftwaffen-Stützpunkt Ämari. Der Einsatz zeige den starken Zusammenhalt in der Nato – in schwierigen wie in guten Zeiten.

          Gemeinsam mit anderen Bündnispartnern schützt die Bundeswehr von Ämari aus seit August und noch bis Ende April den Luftraum über den baltischen Staaten, die über keine eigenen Luftstreitkräfte verfügen. Für den Einsatz wurden vier „Eurofighter“ und rund 160 Soldaten nach Estland verlegt.

          Immer wieder fliegen russische Flugzeuge ohne Kennzeichnung über die Ostsee zur russischen Enklave Kaliningrad, die zwischen Polen und Litauen liegt. Die Eurofighter steigen in solchen Fällen innerhalb von 15 Minuten auf und begleiten die anonymen Flieger. Die Einsätze dauern in Regel ein bis zwei Stunden.

          Von der Leyen hatte am Montag bereits die deutschen Soldaten auf dem Militärstützpunkt Rukla in Litauen besucht. Die Bundeswehr führt dort mit rund 500 Soldaten ein multinationales Nato-Bataillon zur Stärkung der Nato-Ostflanke an – nur 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt soll damit Stärke demonstriert werden. Anschließend reiste die CDU-Politikerin nach Lettland und dann am Dienstagmorgen nach Estland weiter.

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