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Australiens Furcht vor China : Ein Spion im Parlament

Eine australische und eine chinesische Flagge vor dem Parlamentsgebäude in Canberra am 23. März 2017 Bild: EPA

Peking soll versucht haben, einen Agenten in das australische Parlament einzuschleusen. Es wäre nicht der erste Fall einer chinesischen Einflussnahme.

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          In Australien macht in diesen Tagen der Fall eines mutmaßlichen chinesischen Spions Schlagzeilen, der in das Parlament in Canberra eingeschleust werden sollte. Wie verschiedene Medien berichteten, hatte ein Australier chinesischer Abstammung im vergangenen Jahr dem Geheimdienst Asio über die Rekrutierungsversuche berichtet.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Demnach sollte der in Melbourne als Händler von luxuriösen Autos tätige Nick Zhao als Kandidat für die Liberal Party in seinem Wahlkreis Chisholm antreten. Der Vorort Melbournes ist dafür bekannt, dass dort rund ein Fünftel der Einwohner chinesischer Abstammung sind. Die australische Presse bezeichnet Nick Zhao als „einfaches Ziel“ für ausländische Spione. Der Autohändler aus Melbourne habe finanzielle Probleme gehabt. Zudem schuldete er „nebulösen“ chinesischen Investoren Geld.

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