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Machtwechsel in Australien : Anthony Albanese leistet Amtseid als neuer Premierminister

  • Aktualisiert am

Anthony Albanese, neuer Premierminister von Australien, gibt nach seiner Vereidigung eine Pressekonferenz. Bild: Lukas Coch/AAP/dpa

Noch sind gar nicht alle Stimmen ausgezählt, doch der Labor-Chef kann schon die Amtsgeschäfte in Australien übernehmen. Morgen steht bereits ein wichtiges Treffen mit Joe Biden und anderen Verbündeten an.

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          Der Sozialdemokrat Anthony Albanese ist in Australien als neuer Premierminister vereidigt. „Es ist ein großer Tag in meinem Leben, aber auch ein großer Tag für das Land, wenn wir die Regierungswechsel vollziehen“, sagte Albanese am Montag (Ortszeit) vor der Zeremonie. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, die wir haben, um den Wandel zu gestalten, damit wir die Menschen auf den Weg des Wandels mitnehmen. Ich möchte das Land zusammenbringen.“

          Der 59 Jahre alte Labor-Parteichef löste damit noch vor der Auszählung aller Stimmen als 31. Premier den konservativen Amtsinhaber Scott Morrison von den Liberalen ab, der neun Jahre lang regiert hatte. Albanese hatte einen Wechsel unter anderem bei der Klimapolitik des Landes versprochen.

          Treffen der „Quad“ steht an

          Der neue Regierungschef soll schon am Dienstag an einem internationalen Treffen der sogenannten „Quad“-Sicherheitsgruppe in Tokio teilnehmen. Albanese sagte, er habe am Sonntagabend mit US-Präsident Joe Biden gesprochen und freue sich darauf, ihn am Dienstag zusammen mit den Regierungschefs von Japan und Indien zu treffen.

          „Dieser Besuch steht im Einklang mit dem, was die Regierung Albanese als die drei Säulen der australischen Außenpolitik ansieht: unser Bündnis mit den Vereinigten Staaten, unser Engagement in der Region und unsere Unterstützung für multilaterale Foren“, erklärte er.

          Endergebnis lässt noch auf sich warten

          Es ist weiter offen, ob die Mitte-Links-Partei Labor alleine regieren kann oder auf Koalitionspartner angewiesen ist. Das endgültige amtliche Endergebnis könnte noch einige Zeit dauern, da auch die Rekordzahl von 2,7 Millionen Briefwählerstimmen aus dem Land mit knapp 27 Millionen Einwohnern berücksichtigt werden müssen. In Australien herrscht Wahlpflicht.

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