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Außenminister der Ukraine : Eine neue Ostpolitik? Nicht jetzt!

  • -Aktualisiert am

Vor der Insel Rügen werden Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verlegt. Bild: dpa

Russland will seinen alten Großmachtstatus wiederherstellen – auf Kosten der Ukraine. Deshalb wäre eine neue Ostpolitik zum jetzigen Zeitpunkt der falsche Schritt. Ein Gastbeitrag.

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          Russland und Europa – das ist ein Thema, das die Zukunft unseres Kontinents grundlegend prägt und prägen wird. Es ist verständlich, dass man an dieses Thema in einem positiven und nicht negativen Sinne herangehen will. So wird beispielsweise immer wieder über die Notwendigkeit einer neuen Ostpolitik gesprochen – im Sinne der neuen Annäherung zwischen dem Westen und Russland. Das hört sich wie eine gute Idee an – ist es aber nicht. Nicht jetzt.

          Alle historischen Parallelen zwischen der politischen Situation heute und der Zeit von Willy Brandt und Egon Bahr sind verfehlt. Die Zeit ihrer Ostpolitik war in der Tat historisch. Es war der Moment, an dem die beiden Seiten, der Westen und die Sowjetunion, die politischen Gegebenheiten, den Status quo auf dem Kontinent akzeptierten und sich auf eine mehr oder weniger gemeinsame Grundlage für eine friedliche Koexistenz geeinigt hatten.

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