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In Italien : Bannons geplatzter Traum von der „Gladiatorenschule“

Der frühere Chefberater von Präsident Trump,Steve Bannon, im August 2017 in Washington Bild: dpa

In der ehemaligen Abtei Trisulti bei Rom wollte der frühere Trump-Berater Steve Bannon eine rechtskonservative „Gladiatorenschule“ einrichten. Doch nun musste sein Vertrauter die Immobilie an den italienischen Staat zurückgeben.

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          Der Traum des ehemaligen Trump-Beraters Steve Bannon von einer rechtskonservativen „Gladiatorenschule“ in der ehemaligen Abtei Trisulti südöstlich von Rom ist endgültig ausgeträumt. Bannons Vertrauter und Statthalter Benjamin Harnwell übergab am Montagnachmittag die Schlüssel zu dem einstigen Zisterzienser-Kloster im Hügelland der Ciociaria nahe dem Städtchen Collepardo an Vertreter der italienischen Regierung. Damit ist der im Februar 2018 geschlossene Pachtvertrag des zuständigen Kulturministeriums in Rom mit der von Harnwell geleiteten Stiftung „Dignitatis Humanae Institute“ (DHI) rechtskräftig aufgelöst.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Mitte März hatte das Oberste Verwaltungsgericht in Rom entschieden, das DHI habe sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen den für eine Dauer von 19 Jahren abgeschlossenen Pachtvertrag mit dem Ministerium erschlichen. Damit hob das Gericht in letzter Instanz ein halbes Dutzend Urteile niedrigerer Instanzen auf, wonach der Vertrag rechtmäßig gewesen sei. Das DHI hatte die Zahlung von 100.000 Euro Jahrespacht sowie die Instandsetzung der renovierungsbedürftigen Anlage aus eigenen Mitteln zugesagt. Das Ministerium in Rom unter Führung des Sozialdemokraten Dario Franceschini hatte dem Pächter nach dem Urteil vom März einen Räumungsbescheid zukommen lassen, dessen Vollstreckung Harnwell nun mit der Übergabe der Schlüssel zuvorkam.

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