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Zuwanderung : Aus der Türkei kommen wieder deutlich mehr Migranten in die EU

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Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos Bild: AFP

Trotz des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei sind in den vergangenen Monaten mehr als 36.000 Menschen nach Griechenland geflohen. Die EU-Kommission klagt über überfüllte Aufnahmezentren.

          Aus der Türkei sind in diesem Jahr deutlich mehr Migranten in die EU gekommen als 2017. Wie die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf einen internen Bericht der EU-Kommission meldet, wurden zwischen Januar und Mitte September 38.687 Ankünfte registriert. Das bedeute einen Anstieg um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

          Allein 36.423 Menschen seien aus der Türkei nach Griechenland geflohen, davon 12.147 auf dem Landweg. Weitere Ankunftsländer waren demnach Italien (1965), Bulgarien (239) und Zypern (71). 4500 Personen oder 45 Prozent derjenigen, die auf dem Landweg in die EU kamen, sind dem Bericht zufolge türkischer Nationalität.

          Die EU hatte 2016 mit der Türkei vereinbart, dass Ankara die Grenzen des Landes engmaschig kontrolliert. Im Gegenzug hatte Ankara drei Milliarden Euro von der Europäischen Union zur Unterstützung der Flüchtlinge im eigenen Land erhalten.

          Infolge der hohen Zuwandererzahlen aus der Türkei sind laut EU-Kommission die Flüchtlingsaufnahmezentren auf den griechischen Inseln „überfüllt“. Mitte September lebten dort dem Bericht zufolge 20.258 Migranten. Die Aufnahmekapazität liege aber nur bei knapp 9500 Plätzen. Es mangele an Ärzten und Übersetzern, die bei der Registrierung notwendig seien. Es fehlten zudem Zelte für kühlere Temperaturen.

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