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Aufstand in Frankreich : Die gelbe Gefahr

Französische Bereitschaftspolizisten nach einer Farbbeutelattacke der „Gelbwesten“ am 1. Dezember in Paris Bild: AFP

Der Aufstand der „Gelbwesten“ hat seine Unschuld verloren. Er bildet die sehr französische Variante einer stillen völkischen Revolution, die ganz Europa erfasst hat.

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          Der Aufstand der „Gelbwesten“ geht in die fünfte Woche und hat seine Unschuld verloren. Als in dieser Woche ein radikalisierter Franzose auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt mit Schüssen die Menschen in Angst und Schrecken versetzte, hatten etliche Wortführer in Gelb nur eine Idee: Das müsse ein Ablenkungsmanöver des in Bedrängnis geratenen Präsidenten gewesen sein. Gelbwesten-Sprecher Maxime Nicolle zweifelte in einer Videoaufzeichnung sogar an der Terrortat. Wenn ein Islamist ein Blutbad anrichten wolle, dann schlage er doch auf den belebten Champs-Elysées in Paris zu, nicht in den sich schon abendlich leerenden Gassen des Straßburger Weihnachtsmarkts, behauptete Nicolle. So kann er indirekt behaupten, dass das Attentat im Auftrag des Präsidenten organisiert gewesen sein könnte.

          Das zehntausendfach abgerufene Video offenbarte, wie sehr der Hass auf Emmanuel Macron von Verschwörungstheorien beflügelt wird, die sich blitzschnell im Internet verbreiten. Auch wenn das nur eine Facette der Protestbewegung bleibt, so dämmert inzwischen den meisten, dass dieser Aufstand nicht mit Geldgeschenken aus der Staatskasse beendet werden kann.

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