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Aufrüstung in Russland : Märtyrer mit Superwaffen

Der Präsident bei seinen Soldaten: Putin mit Kadetten in Sankt Petersburg Bild: EPA

Die russische Wirtschaft stagniert, doch Wladimir Putin lässt aufrüsten – und geht damit auf Konfrontationskurs mit dem Westen. Doch um welche Waffensysteme geht es überhaupt?

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          Für die russische Führung bietet das bevorstehende Rüstungswettrennen mit den Vereinigten Staaten viel Glanz und wenig Elend. Doch in Wirklichkeit ist das faktische Ende des Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (INF) von 1987, der die Beseitigung und das Verbot landgestützter Raketen mit Reichweiten von 500 bis 5500 Kilometern brachte, auch für sie risikoreich. Für Land und Leute sowieso.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Präsident Wladimir Putin hat die Zeit, als der von Washington und dann Moskau ausgesetzte INF-Vertrag unterzeichnet wurde, noch in lebhafter Erinnerung. Er weiß, dass das Wort „Wettrüsten“ auch in Russland mit Entbehrungen und der Agonie der Sowjetunion verbunden wird. Schon als Putin am 1. März vorigen Jahres in seiner Rede zur Lage der Nation die Zuhörer im Saal mit Berichten von neuen, unüberwindbaren Superwaffen euphorisierte, ließ er seinen Sprecher nachschieben, Russland habe „nicht vor, in irgendeinen Rüstungswettlauf hineingezogen zu werden“. Das ist widersprüchlich, wirkt aber beruhigend, im In- wie im Ausland.

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