Aufrüstung der Kriegsparteien :
Waffen für die Freunde in Syrien

Von Rainer Hermann, Abu Dhabi
Lesezeit: 5 Min.
Das russische Außenministerium hat amerikanischen Darstellungen widersprochen, es liefere neue Kampfhubschrauber an Syrien
Immer wirkungsvollere Waffen auf beiden Seiten: Die Parteien im syrischen Bürgerkrieg rüsten auf. Das Material liefern Russland, Qatar, Libyen und Saudi-Arabien.

Je weiter der Bürgerkrieg in Syrien voranschreitet, desto wirkungsvollere Waffen setzen beide Seiten ein. Während das Regime in den vergangenen Wochen immer häufiger schwere Artillerie und russische Kampfhubschrauber einsetzte, um zu verhindern, dass die Rebellen große zusammenhängende Gebiete beherrschen, zeigt die steigende Zahl getöteter Soldaten und zerstörter Panzer, dass die Rebellen über bessere Waffen verfügen; zudem haben sie dank desertierter Soldaten und einer wachsenden Zahl von Kämpfern aus dem Ausland, darunter Dschihadisten, auch eine wachsende Kampferfahrung. Seit Ende Mai haben die Rebellen nach Schätzungen westlicher Militärfachleute mindestens zwei Dutzend syrische Panzer zerstört. Möglich war das vermutlich, weil sie in den Besitz von russischen Panzerabwehrraketen des Typs RPG7 aus den Beständen der regulären Armee gekommen sind, die Deserteure mitgenommen haben. Möglicherweise wurden sie über Libyen indes auch schon mit moderneren Panzerabwehrraketen versorgt.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.