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„NEED WALL!“ : Trumps Ostergrüße nach Mexiko

  • Aktualisiert am

Die Tweet-Produktion von Donald Trump steht auch an den Feiertagen nicht still. Bild: AP

Selbst an Ostern nimmt Donald Trump sich keine Auszeit von Twitter. Wie so oft lässt dem Präsidenten der Nachbar im Süden keine Ruhe. Für das Land hat er auch eine ernste wirtschaftliche Drohung.

          Nach einem „HAPPY EASTER!“, von dem sich der Leser zurecht angeschrieen fühlen darf, hat sich Trump am heutigen Ostersonntag wieder einem seiner Lieblingsthemen zugewendet: Mexiko. In mehreren Tweets äußerte er seine Bedenken zur Lage an der Grenze und forderte – welch Überraschung – ein weiteres Mal den Bau einer Mauer.

          In einem ersten Tweet am Vormittag (Ortszeit) stößt Trump sich an der, laut ihm, zu laschen Gesetzeslage in Sachen Grenzkontrollen. Die Beamten an der Grenze zu Mexiko seien wegen der „lächerlich liberalen Gesetze“ der Demokraten nicht in der Lage, ihren Job vernünftig zu machen. An der Grenze arbeite man im Moment nach dem Prinzip „Catch&Release“, sinngemäß also „Fangen & Freilassen“. Es werde immer gefährlicher, so Trump. Ginge es nach ihm, sollten die Republikaner zu „nuklearen Optionen“ greifen, um die aktuellen Gesetze zu brechen, twitterte er am Sonntag.

          Eine halbe Stunde nach seinem ersten Tweet zur Lage an der Grenze legte Trump nach: die Mexikaner täten kaum etwas, wenn nicht gar „ÜBERHAUPT NICHTS“, um Personen am Grenzübertritt zu hindern. Weder vom Übertritt an der südlichen Grenze Mexikos, noch von der letztlichen Einwanderung in die Vereinigten Staaten. Mexiko lache über die amerikanischen Gesetze. Sollte sich dies nicht ändern, droht Trump mit einem Stopp ihrer „Cash Cow“, dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen. Seinen österlichen Segen beschließt er mit dem Klassiker „NEED WALL!“ – also der Forderung nach einer Mauer zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko.

          Vielleicht beruhigt ja der Ostermontag den Präsidenten: Dann steht erst einmal das traditionelle „Easter Egg Roll“ im Weißen Haus im Programm. Zumindest hier dürfte Trump zu sehr mit „Ostereierrollen“ beschäftigt sein, um gen Süden zu schauen.

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