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Marokkanischer Geheimdienst : Wurde auch Emmanuel Macron belauscht?

iPhone-Liebhaber: Emmanuel Macron am 20. Juli in Brüssel Bild: AFP

Der marokkanische Geheimdienst hat mit der Spionage-Software Pegasus nicht nur Regimekritiker und Journalisten abgehört. Belauscht wurden wohl auch König Mohamed VI – und möglicherweise Emmanuel Macron.

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          Enthüllungen über einen mutmaßlichen marokkanischen Lauschangriff auf Präsident Emmanuel Macron, Außenminister Jean-Yves Le Drian und 13 weitere Minister haben in Paris zu Irritationen geführt. Sollten sich die Berichte bewahrheiten, seien sie „sehr schwerwiegend“, teilte der Elysée-Palast mit. Noch sei aber unklar, ob das Handy des Präsidenten tatsächlich ausgespäht wurde.

          Hans-Christian Rößler
          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.
          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Die marokkanische Regierung weist die Vorwürfe empört zurück. Man verurteile die „irreführende“ und unbegründete Medienkampagne aufs Schärfste, meldete die staatliche Nachrichtenagentur MAP am Mittwoch unter Berufung auf eine Erklärung der Regierung. Doch es mehren sich die Hinweise darauf, dass die Sammelwut der Geheimdienstler des nordafrikanischen Landes unersättlich gewesen sein könnte. Das marokkanische Interesse galt offenbar nicht nur einheimischen Journalisten und Regimekritikern, sondern neben Macron auch weiteren Staatschefs sowie möglicherweise auch dem marokkanischen König Mohammed VI. und mehr als 6000 Algeriern.

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