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Klimapolitik : China sucht Verbündete gegen Amerika

Gipfel oder nur Meinungsaustausch? Bilder vom Dreiertreffen am Freitag Bild: Reuters

In der Klimapolitik ist Kooperation mit China wichtig und richtig. Aber das Pekinger Vorgehen weckt Zweifel an den Motiven.

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          Der Klimawandel gehört zu den Themen, die tunlichst nicht unter die westlich-chinesische Systemkonkurrenz fallen sollen. Will man etwas erreichen, ist globale Zusammenarbeit unter Einbeziehung der größten Schadstoffproduzenten unerlässlich. Insofern scheint es sinnvoll zu sein, wenn der französische Präsident und die Kanzlerin mit dem chinesischen Staats- und Parteichef über dieses Thema sprechen.

          Doch ist es offensichtlich, dass Peking der Regierung Biden, die für die kommende Woche zu einem virtuellen Klimagipfel eingeladen hat, die Schau stehlen und, noch wichtiger, einen Keil zwischen Europäer und Amerikaner treiben will. Und schon wird die Besprechung weniger vorbildlich. Sie ist eher politisches Theater.

          Ist China wirklich zum Wandel bereit?

          Wenn es der Pekinger Führung ernst ist mit dem Anspruch, China und Europa sollten Pioniere in der globalen Klimapolitik werden, dann müssen schnell Taten folgen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: China ist der größte Emittent von Treibhausgasen. Das Land steht beim Einsatz von Kohle einsam an der Spitze – Tendenz steigend.

          Wenn Klimaneutralität bis 2060 erreicht werden soll, steht der Wirtschaft ein großer Wandel bevor. Sind die Machthaber dazu bereit? Oder wollen sie sich lieber weiterhin im Glanze zweifellos eindrucksvoller Wachstumszahlen sonnen? Macron und Merkel sollten Xi Jinping nicht auf den Leim gehen. Sein Vorhaben ist durchsichtig: Er sucht Verbündete – gegen Amerika.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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