https://www.faz.net/-gpf-73hw2

Atomstreit : Washington setzt neue Sanktionen gegen Iran in Kraft

  • Aktualisiert am

Washington hat neue Sanktionen gegen Iran in Kraft gesetzt. Sie richten sich gegen Unternehmen und Personen, die Iran Kreditgeschäfte ermöglichen oder für die Regierung in Teheran iranisches Öl transportieren.

          1 Min.

          Die Vereinigten Staaten haben neue Sanktionen gegen Iran in Kraft gesetzt. Präsident Barack Obama unterzeichnete am Dienstag eine entsprechende Anordnung, mit dem Kongress-Beschlüsse vom August umgesetzt werden.

          Die Sanktionen richten sich gegen Unternehmen und Personen, die  Iran Kreditgeschäfte ermöglichen oder für die Regierung in Teheran iranisches Öl transportieren. Der Westen will den Iran durch Sanktionen daran hindern, Atomwaffen zu entwickeln.

          Bisherige Maßnahmen hätten bereits „tiefer gehende und vorzeigbare Ergebnissen produziert“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Der Iran ist bereits von internationalen Bankgeschäften ausgeschlossen und muss wegen des Boykotts von Ölimporten durch die EU Einnahmeverluste hinnehmen. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad sprach zuletzt von einem „Psycho-Krieg“ und will an dem Atomprogramm festhalten, das nach iranischer Darstellung ausschließlich friedlichen Zwecken dient.

          Das amerikanische Militärforschungsinstitut Isis hatte zu Wochenbeginn einen Bericht veröffentlicht, wonach der Iran in den kommenden Monaten 25 Kilogramm Uran für die Verwendung in einem Sprengkopf produzieren könnte. Israel fordert seit Wochen ein entschiedeneres Vorgehen des Westens gegen den Iran. Berichten aus Teheran zufolge haben die Sanktionen bereits zu einer Abwertung der iranischen Währung Rial geführt. Auch sollen bestimmte Medikamente knapp werden, und die Arbeitslosigkeit steigt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Polizisten sichern den Bereich am jüdischen Friedhof in Halle am 9. Oktober 2019.

          Innenausschuss nach Halle : Selbst die Opposition lobt die Einsatzkräfte

          Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht gelingt es mit einer minutiösen Rekonstruktion die Polizei in Schutz zu nehmen – sogar die Opposition lobt die Einsatzkräfte. Kritisiert wird das Bundeskriminalamt.
          Präsident Erdogan erklärt sich gegenüber Journalisten.

          Krieg in Syrien : VW stellt Werk in der Türkei in Frage

          Eigentlich war die Sache in trockenen Tüchern, nahe Izmir wollte VW sein erstes türkisches Pkw-Werk errichten. Doch weil Erdogans Truppen in Nordsyrien einmarschiert sind und dort die Kurden bekämpfen, wachsen die Zweifel an der Standortentscheidung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.