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Atomkatastrophe in Japan : Reaktoren in Fukushima weiter außer Kontrolle

  • -Aktualisiert am

Der Kampf geht weiter: Tepco-Arbeiter sprühen am Wochenende Staub in das Atomkraftwerk in Fukushima, um das Kühlsystem wieder in Gang zu bringen Bild: AFP

Tepco glaubt nicht daran, die drei Reaktoren des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima bis Jahresende unter Kontrolle zu kriegen. Zu stark seien die Folgen der Kernschmelze, um den anvisierten Zeitplan einzuhalten.

          Der Betreiber des Kernkraftwerkes Fukushima, Tepco, hält es kaum noch für wahrscheinlich, dass die Reaktoren 1 bis 3 des beschädigten Atomkraftwerks bis zum Jahresende unter Kontrolle gebracht werden können. Die Kernschmelze in den Reaktoren 1, 2 und 3 und die Brüche in den Reaktordruckbehältern würden zu einer großen Verzögerung der Arbeiten führen, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo Tepco- Manager.

          Tepco hatte in einem am 17. April vorgelegten Vorgehensplan eine Außerbetriebnahme der Reaktoren innerhalb von sechs bis neun Monaten anvisiert. Noch am 17. Mai hatte es nach einer Überprüfung des Plans geheißen, dass keine Korrekturen des Zeitplans notwendig seien. Am Montag wurde bekannt, dass in Reaktor 2, den Arbeiter vor knapp zwei Wochen erstmals nach der Explosion betreten hatten, die Feuchtigkeit 99.9 Prozent erreicht hat und die Konzentration von Caesium doppelt so stark ist wie in Reaktor 1. Das werde Reparaturarbeiten weiter verzögern. Die hohe Feuchtigkeit verhindere, dass Luftfilter installiert werden können, hieß es bei Tepco.

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