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Atomgespräche : Iran verhandelt mit Amerika und Russland

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Will die Sanktionen gegen sein Land beenden: Irans Präsident Hassan Rouhani Bild: AP

Bewegung in den Verhandlungen um Irans Atomprogramm: Schon kommende Woche gibt es Gespräche. Außer Washington und Moskau sitzt auch die EU mit am Tisch.

          Iran hat in einem überraschenden Schritt erstmals bilaterale Gespräche mit Amerika und Russland über sein Atomprogramm angekündigt. Die Gespräche mit den Vereinigten Staaten sollen am Montag und Dienstag in Genf stattfinden, teilten das Außenministerium in Teheran und das amerikanische Außenamt am Samstag mit. Ihnen schließe sich unmittelbar ein Treffen am Mittwoch und Donnerstag mit russischen Diplomaten in Rom an.

          Die bilateralen Gespräche finden demnach noch vor der nächsten Runde der Atomverhandlungen mit den fünf UN-Vetomächten Amerika, Großbritannien, Frankreich, Russland und China plus Deutschland statt. Laut der von der Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Erklärung hofft Teheran noch vor der nächsten Atom-Runde vom 16. bis 20. Juni in Wien auf weitere bilaterale Treffen mit Mitgliedern der sogenannten 5+1-Gruppe.

          Auch EU-Vertreterin nimmt teil

          Ein Vertreter des Außenministeriums in Washington bestätigte das geplante Treffen mit Iran. Nach seinen Angaben wird die amerikanische Delegation von Vize-Außenminister William Burns und der Unterhändlerin bei den Atomgesprächen, Wendy Sherman, geleitet. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die die 5+1-Gespräche mit Teheran leitet, wird durch die politische Direktorin Helga Schmid vertreten sein, wie die EU mitteilte.

          Es ist das erste Mal, dass es bilaterale Treffen außerhalb des 5+1-Rahmens gibt. Laut dem iranischen Außenministerium dienen die Gespräche zur Vorbereitung der nächsten Atomgespräche. Bei der vorherigen Runde im Mai waren keine Fortschritte erzielt worden.

          Iran hat Ergebnisse in Aussicht gestellt

          Die Atomgespräche sollen zu einer endgültigen Beilegung des jahrelangen Streits führen. Irans Präsident Hassan Ruhani hatte Ende Mai eine Einigung innerhalb des Zeitplans bis Ende Juli in Aussicht gestellt.

          Die Verhandlungen bauen auf einem Ende November geschlossenen Interimsabkommen auf, das zunächst bis zum 20. Juli läuft. Iran verpflichtete sich darin, im Gegenzug für die Lockerung einiger Sanktionen Teile der Forschung und Entwicklung seines Nuklearprogramms auf Eis zu legen.

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