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Sabotage in Atomanlage Natans : Israels „kontrollierte Eskalation“

Explosion der Stromversorgung: Die iranische Nuklearanlage in Natans auf einem Satellitenfoto von Anfang April Bild: dpa

Israel sieht in Irans Atomprogramm eine Gefahr und würde eine Einigung zwischen Teheran und Washington in Wien gerne verhindern. Nadelstiche zu Wasser und zu Land sollen dabei helfen.

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          Die Israelis bereiteten dem amerikanischen Verteidigungsminister einen ungemütlichen Empfang. Als Lloyd Austin am Sonntag in Tel Aviv ankam, war in der iranischen Urananreicherungsanlage von Natans gerade die Stromanlage explodiert. Dass Joe Biden als ersten ranghohen Vertreter nicht seinen Außen-, sondern den Verteidigungsminister schickte, deutet darauf hin, dass Washington auch nach dem Beginn der indirekten Atomverhandlungen mit Iran das Eintreten für die Sicherheit Israels betonen will. Gleichzeitig dürfte Austin den Israelis aber bedeutet haben, die wiederaufgenommenen Verhandlungen in Wien nicht weiter zu sabotieren.

          Jochen Stahnke
          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Austin sagte neben dem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem, er habe den „ehrlichen Wunsch nach enger Abstimmung mit Israel“. Er gab „mein persönliches Versprechen, Israels Sicherheit zu stärken und Israels militärische Überlegenheit sicherzustellen“. Den Angriff von Natans oder auch nur den Ländernamen Irans erwähnte Austin öffentlich nicht. Er gab allerdings das Ziel aus, im Nahen Osten eine „stabile Ordnung jetzt und in den kommenden Jahren voranzubringen“.

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