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Streit um brtischen Tanker : Iran lässt Seeleute frei

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Die „Stena Impero“ im August Bild: Reuters

Der Kapitän des beschlagnahmten britischen Tankers „Stena Impero“ habe sieben Besatzungsmitglieder ausgewählt, die aus humanitären Gründen freigelassen würden, sagt Irans Außenamtssprecher. Präsident Rohani wiederum stellt Europa ein Ultimatum.

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          In den Fall des seit Juli in Iran beschlagnahmten britischen Öltankers „Stena Impero“ kommt Bewegung. Iran habe sich bereit erklärt, 7 der 23 Besatzungsmitglieder aus humanitären Gründen freizulassen. Das gab Irans Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Mittwoch im Nachrichtensender Khabar bekannt. Die sieben aus Indien, Russland und Lettland stammenden Crewmitglieder seien von dem Kapitän des „Stena Impero“-Tankers ausgewählt worden, sagte der Sprecher. Über die Freisetzung des Tankers selbst äußerte sich Mussawi nicht.

          Irans Präsident Hassan Rohani wiederum gibt den drei EU-Unterzeichnerstaaten zwei weitere Monate Zeit, ihre Zusagen einzuhalten und so das Abkommen von 2015 zu retten. Rohani sagte am Mittwoch dem staatlichen Fernsehen zufolge, es sei unwahrscheinlich, schon in den kommenden Tagen eine Einigung über den Erhalt des Abkommens zu erreichen. „Europa wird zwei weitere Monate Zeit haben, seine Zusagen zu erfüllen.“

          Die drei EU-Staaten Großbritannien, Frankreich und Deutschland halten neben Russland und China an der Vereinbarung fest, die der amerikanische Präsident Donald Trump vor mehr als einem Jahr einseitig aufgekündigt hatte. Trump will mit neuen Wirtschaftssanktionen Iran zu einem Abkommen über sein Atom- und Raketenprogramm zwingen, das weit über die bisherige Vereinbarung hinausgeht. Die drei EU-Staaten haben Iran zugesichert, seine Öl- und Bankenbranche vor den neuen Sanktionen zu schützen.

          Um eine Einlösung dieses Versprechens zu erwirken, setzt Iran schrittweise seine Verpflichtungen aus dem Atomabkommen aus. Das Ziel der Vereinbarung ist es, die Zeit, die Iran für den Bau einer Atombombe brauchte, von zwei bis drei Monaten auf ein Jahr auszudehnen. Zu diesem Zweck wurde die Menge an niedrig angereichertem Uran und der Grad der Anreicherung beschränkt.

          Beide Grenzen hat Iran bereits – wie angekündigt – überschritten. Zugleich hat die Führung in Teheran wiederholt erklärt, man könne dies umgehend zurücknehmen, sobald die EU-Staaten ihre Zusagen einhalten.

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