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Wachstumserwartung : Normal in China

China schraubt seine Wachstumserwartungen weiter zurück – das hat Konsequenzen für das Land und für die Weltwirtschaft.

          Vorbei sind die Zeiten des zweistelligen, von wilder Industrialisierung und Exporten befeuerten Wachstums. Jetzt soll nach der Ankündigung des Ministerpräsidenten ein neues Gleichgewicht gefunden werden. China richtet sich somit auf eine „neue Normalität“ ein – ob das ein Euphemismus ist, wird sich zeigen –, auf ein geringeres Wachstumstempo und auf Strukturreformen, die notwendig sind, soll der Aufstieg zur Weltmacht nicht zum Erliegen kommen.

          Wenn China künftig kleinere Bötchen backen wird, die im Vergleich noch immer ziemlich groß sind, und dies die Wohlstandserwartung der Bevölkerung beeinflusst, könnte das zu Zweifeln am kommunistischen Regime führen, das höheren Lebensstandard verspricht und dafür kritiklose Loyalität verlangt.

          Global gesehen, werden die Erwartungen an den Wachstumsmotor China ebenfalls heruntergeschraubt werden müssen. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis China die Vereinigten Staaten als größte Volkswirtschaft überholen wird.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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