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Jahrestag des Tiananmen-Massakers : Auslandskorrespondenten protestieren gegen Einschüchterung

  • Aktualisiert am

„Ich dachte nicht an die Gefahr“: Ein chinesischer Fotojournalist berichtet über die Entstehung dieses Bildes, das er am 4. Juni 1989 in Peking schoss. Bild: Reuters

Massive Einschüchterung ausländischer Journalisten vor dem Jahrestag des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens hat der Verband der Korrespondenten in China kritisiert: Die Regierung versuche, Berichterstattung zu verhindern.

          Auslandskorrespondenten in China haben gegen die Behinderung ihrer Berichterstattung vor dem 25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens vom 4. Juni 1989 protestiert. Der chinesische Auslandskorrespondentenclub  (FCCC) beklagte am Montag in Peking „wachsende Belästigung und Einschüchterung ausländischer Medien“.

          Es sei offensichtlich ein Versuch, Berichte zum Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung an diesem Mittwoch zu verhindern. Der Club zeigte sich „tief besorgt“, dass die Polizei ausländische Journalisten und ihre chinesischen Mitarbeiter einbestellt und vor laufender Kamera belehrt und verwarnt hätten.

          Einigen seien „ernste Konsequenzen“ und der Entzug der Akkreditierung angedroht worden, berichtete die Journalistenvereinigung. Sie warf den Behörden eine Verletzung der seit 2008 geltenden Regeln für ausländische Korrespondenten vor, wonach außer der Einwilligung der Gesprächspartner keine weitere Genehmigung für Interviews nötig ist.

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